2016-08-21

NINIA IN SCHOTTLAND: DIE STÄDTE

Wer dieses Blog schon seit längerem verfolgt, weiß, dass ich nicht sonderlich viel von Strandurlaub halte. Herumliegen, brutzeln und ab und zu im Wasser abkühlen - das kann ich auch an den zwei Sommertagen in Deutschland machen. Stattdessen fahren der Mann und ich gerne mit einem Auto oder Wohnmobil durch Länder, machen Stopps, wandern herum und schauen uns Dinge an. Bei Dingen handelt es sich in der Hauptsache um Kirchen, Burgen, Schlösser (was meinem Kunstgeschichtsstudium geschuldet ist) und Natur (was mit einem Biolehrer leider nicht anders geht). In diesem Jahr hatten wir uns für Schottland entschieden. Eins mal vorweg: Ich bin kein Schottland-Fan. Jetzt vielleicht schon ein bisschen, aber vorher nicht. Schottland existierte nicht auf der Liste meiner Wunsch-Urlaubsländer. In meiner vorurteilsbehafteten Welt fuhren nach Schottland nur Englischlehrerinnen, die Harry Potter ausschließlich im Original lesen und so fusselige Haare haben. Ich nehme das jetzt zurück. Es sind auch andere Leute da.

Die Route

Unsere Route: Wir flogen von Bremen nach Edinburgh und holten uns dort am Flughafen erstmal ein schnuckeliges Auto ab. Insgesamt fuhren wir innerhalb von zwei Wochen quasi einmal im Kreis. Grob: Edinburgh, St. Andrews, Elgin, Inverness, Isle of Skye, Loch Lomond, Edinburgh. Ich teile die Urlaubsposting eher logisch und nicht der Zeit nach auf. Heute also erstmal die größeren Städte. Wir holten also ein Auto ab. Linksverkehr. Noch nie gemacht. Hat der Mann aber gut gemeistert. Ich nicht. Meine Aufgabe beschränkte sich darauf, ab und an ganz ruhig zu erwähnen: "Links. Linke Spur. Du bist auf der falschen Spur. Links." Ich habe einen Führerschein, aber ich fahre nur sehr ungern Auto. Vor allem, wenn ich mit Schaltung fahren muss (die kurzen Beinchen mögen Automatik lieber).

Grundsätzlich hatten wir pro Stop immer ein bis zwei Übernachtungen. Das war ok. In den kleineren Orten gibts jetzt auch nicht so viel zu sehen, dass man dort länger bleiben muss. Grundsätzlich ist mein Fazit eh: Spart lieber Zeit bei den Städten und fahrt dafür länger durch den Norden, die Natur und an den Seen entlang. Ich werde jetzt hier nicht jedes Schloss aufzählen, dass wir uns angeschaut haben. Ihr könnt auch einfach den Lonely Planet kaufen, da stehen die nämlich alle drin.

Aberdeen hat mich nicht gepackt

Edinburgh fand ich gut. Touristisch schon ziemlich überlaufen, aber was soll man anderes erwarten, man ist ja selbst Touristin und in den Schulferien da. Spannende Architektur, tolles Essen, schöne Pubs, nette Menschen. Städte mit Möwen mag ich grundsätzlich gern. Als wir da waren, hat irgendwer Berühmtes in der Innenstadt geheiratet und wir kamen gleich mal in den Genuss einer kleinen Dudelsack-Parade. Wie bestellt! Den Besuch beim Schloss kann man sich sparen, wenn man nicht super heiß drauf ist. Menschenmassen, der Eintritt viel zu teuer und zu sehen gibt's jetzt nichts, was man nicht schon woanders gesehen hätte. Der Ausblick entschädigt das leider auch nicht so richtig. Holyrood Palace war leider geschlossen, weil die Queen zur gleichen Zeit auch in Edinburgh war. Die wohnt dann da. Arther's Seat haben wir uns nicht gegeben, ich wandere zwar gern, aber man muss es auch nicht übertreiben.
Danach fuhren wir (immer mit Zwischenstopps) weiter nach St. Andrews. Was für 1 nices Städtchen. Kein Wunder, dass Kate und William sich hier verliebt haben. Protipp: Im Sommer kann man im Studentenwohnheim sehr günstig (und sehr einfach) übernachten. Hier haben wir hauptsächlich am Strand und im Pub gesessen. Das Wetter war (noch) super und hier hätte ich gern ein bisschen herumstudiert.
Über Aberdeen und Inverness kann ich nicht so viel sagen. Aberdeen fand ich leider sehr langweilig. Kann daran liegen, dass es geregnet hat und ich schlechte Laune hatte. Aber umgehauen hat die Stadt mich wirklich nicht. Kann man sich sparen, aus meiner Sicht.
Same with Inverness. Ist aber ein guter Zwischenstopp trotz allem im Norden. Nur Parken ist die Hölle. Deshalb hier der Supertipp: An der St. Andrews Cathedral gibt es einen relativ günstigen, großen Parkplatz, wo man auch overnight stehen darf.

Meine Top 3 der Reise schon einmal vorweg:

  1. Isle of Skye. Wir haben in Portree gewohnt und sind von dort herumgefahren und gewandert.
  2. Loch Lomond. Noch schöner als Loch Ness.
  3. Dunnottar Castle in Stonehaven. Kulisse der Hamlet-Verfilmung mit Mel Gibson.

Und nun folgt die erste Fotoflut. Mehr gibt's dann beim nächsten Mal! Bei Fragen schreibt gerne in die Kommentare oder twittert mich an!






Auf dem Schloss gibt es einen Friedhof nur für Soldatenhunde. Ok. 




St. Andrews Beachlife



Dunnottar Castle in Stonehaven. Eines meiner Top 3 Highlights!


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