2015-11-30

SPOKEN WORD: GROSSRAUMDICHTEN

Grafik: Ellenaar
Meine Freundin und Kollegin Pauline Füg hat gemeinsam mit Poetry Slammer Tobias Heyel ein Poetry Slam Team namens "Großraumdichten". Ich hab die Zwei das erste Mal live gesehen, als ich selbst noch gar nicht mit Slam angefangen hatte. Im Göttinger Theater im OP sind sie damals aufgetreten und ich fand spektakulär, was sie mit Worten und Musik schaffen. Ich hab mir damals direkt ihre erste CD (an grauzonen vorbei) gekauft und den dazugehörigen Aufkleber auf meinen Wohnzimmertisch geklebt, weil ich so ein Fan war. Dann gingen die Jahre ins Land und inzwischen bin ich sehr gut mit Pauline befreundet und freue mich, verkünden zu dürfen, dass "Großraumdichten" eine zweite, neue CD herausgebracht haben: "langsamer als die dunkelheit".

Man muss Großraumdichten mögen, weil sie Spoken Word, Beats, Visuals (live von der fantastischen Cendra Polsner) und Inhalte auf so neue und abgefahrene Weise miteinander verbinden. Na klar, zu der CD kann man nicht tanzen, aber man kann sie an einem verregneten Nachmittag auf dem Sofa hören, im Zug genießen oder einfach zu Weihnachten an einen Slam-Fan verschenken.

"langsamer als die dunkelheit" erzählt von Menschen, die schneller wollen als das Licht. Von Kapitalismus und Demokratie, von Nachtfaltern und Hysterie. Eine meiner Lieblingstracks ist "Balance", in dem Pauline erzählt, wie es Wendy Darling gegangen sein muss, als sie gemerkt hat, dass sie das Nimmerland verlassen muss. Großraumdichten sezieren die aktuelle gesellschaftlich-politische Lage und setzen Einzelteile neu zusammen. Josefine Berkholz und Theresa Hahl treten als Feature Artists auf. Musik kommt von Skeamo und Putte, und auf einem Track von Julius Füg.
Insgesamt ein sehr, sehr tolles Ding. Bestellen könnt ihr die CD über die Facebook-Seite von Großraumdichten oder eben im Buchhandel kaufen.

Und hier könnt ihr reinhören:

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