2015-10-11

ZIMA IS COMING

Nachdem wir es also bis nach Brac geschafft hatten und zwischendurch kurz schlechte Laune in Krka hatten, sind wir weiter gejuckelt. Wobei man dabei wirklich von Juckeln sprechen muss. Der Mann hatte nämlich die grandiose Idee von Brac aus nicht wieder zurück nach Split zu fahren, sondern eine andere Fähre zu nehmen, die uns ein Stück Autobahn ersparen würde. Wir also morgens los zu dem Anleger in Sumartin, von wo aus die Autofähre nach Makarska fahren sollte. Leider fährt die Fähre Sonntags nicht so richtig oft, nämlich nur dreimal am Tag und dann ist sie auch noch wesentlich (!) kleiner als die nach Split und fasst immer nur höchstens 25 Autos. Geile Sache. Und so verbrachten wir ungewollt sieben Stunden Wartezeit in Sumartin. Das ist durchaus ok, weil Sumartin ein schöner Ort ist. Man stellt den Van einfach in der Schlange ab und springt nebendran ins Adriatische Meer. Irgendwie war es dann aber doch schön, als die Fähre, die auch uns mitnehmen konnte, endlich kam. In einem kunstvollen Manöver musste der Mann rückwärts auf die Fähre fahren und ganz eng einparken. Da fand ich ihn kurz sehr toll.

Angekommen in Makarska sind wir gleich weiter Richtung Süden gefahren. Weil es schon recht spät war, sind wir spontan kurz nach Makarska auf einen Campingplatz gefahren, um dort die Nacht zu verbringen und morgens direkt weiter nach Dubrovnik zu fahren. Am nächsten Tag, hatten wir den Van gerade auf dem Campingplatz in Dubrovnik abgestellt und wollten mit dem Bus in die Altstadt. Und dann, nach einer Woche Hitze und Sonnenschein pur, wird der Himmel auf einmal schwarz und es regnet und gewittert, wie ich es noch nie in meinem Leben gesehen habe. Gemeinsam mit lauter anderen Touristen haben wir etwa eine Stunde in einem Parkhaus in der Altstadt gewartet bis sich der Himmel wieder beruhigt hatte. Dieses Unwetter stellte sich als sehr gut heraus, da es dadurch nicht mehr so voll war und wir in Ruhe alles anschauen und "Guck mal, ich bin der GoT-Town"-Fotos machen konnten, wie es wahrscheinlich noch niemals jemand vor uns tat. Dubrovnik ist wunderschön. Ich mochte diese Stadt sehr gerne, vor allem, weil am nächsten Tag wieder die Sonne schien. Wir machten einen Rundgang über die Stadtmauer, der von der Menschenmenge her, der in Krka ähnelt, aber ein bisschen mehr Spaß macht. Was ich nur empfehlen kann: Löst euch von den großen Plätzen. Ab in die kleinen Gassen oberhalb der Stadt und dort herumbummeln. Da sind nicht so viele Menschen, es gibt ganz viele kleine schöne Orte und man kann auch diese Stadt ein bisschen genießen. Was ich nicht empfehlen kann: mit dem Auto in die Stadt fahren. In die Altstadt kann man mit dem Auto sowieso nicht rein und das bedeutet, man muss einen Parkplatz suchen. Viel Glück dabei. Lieber mit dem Bus (in dem der Busfahrer herzzerreißende Celine Dion Songs abspielt) fahren.

Was wir nicht gemacht haben: die geführte GoT-Tour. Der Mann und ich sind eher so für eigene Faust und deshalb haben wir uns einfach in der Stadt treiben lassen. Ein paar Drehorte findet man eh, weil die Stadt riesige Plakate aufgehängt hat, auf denen sie die Touris anschreiben: HIER WURDE GOT GEDREHT! In der Serie sind die Orte aber so verfremdet und teilweise mit Drehorten aus Split und anderen Städten gemixt, das man jetzt nirgends wirklich was wieder erkannt hat. Also wir zumindest nicht. Natürlich war ich auch im Fanshop und hab mir den eisernen Thron angesehen. Da darf man aber nur drauf sitzen, wenn man sich was gekauft hat. Jeoffrey muss also ziemlich viel gekauft haben.

Nach dem Trubel und Geschiebe haben wir uns dann noch ein bisschen in Trogir erholt. Das liegt bereits auf dem Rückweg nach Deutschland, zwischen Split und Sibenik. Eine überaus schnuckelige, kleine Stadt, die mir wirklich sehr gefallen hat. Wunder Punkt: der Campingplatz. Als neben uns am Strand der Wassergymnastikkurs mit Eurodance angefangen hat, haben wir uns entschieden, jetzt doch das Wassertaxi in die Altstadt zu nehmen. Ein gut ausgestatteter Platz, keine Frage, aber eben deshalb auch sehr groß und all-inclusive-Charme. Es gibt tatsächlich Menschen, die packen ihre halbe Wohnung in einen Wohnwagen, der so groß ist wie ein Stadtbus und leben dann drei Wochen auf diesem Platz. Tagsüber rauchen sie und grillen sich, abends grillen sie dann was anderes, drehen noch eine Runde mit dem Hund und gehen wieder schlafen.

Bevor es für uns wieder nach Deutschland ging, haben wir noch einen Zwischenstopp in Ljubljana gemacht. In diese Stadt habe ich mich dann hoffnungslos verliebt. Warum, zeige ich euch aber in einem extra Post. Und nun: Bilder! Da ich hier nicht alle Bilder poste, könnt ihr das gesamte Album hier anschauen.

"Ja, Wetter war echt super immer. Ganz heiß und nur Sonne."
Winter is coming. 
Dubrovnik, Tag 1. 
Wenn öffentliche Gebäude in Hannover so aussähen,
müsste ich nicht mehr durch die Weltgeschichte tingeln. 
Die Hauptstraße.
Man fühlt sich wie in der Zeit zurückgereist.
Hafengebäude.
Dubrovniker Dächer. 
Taube über Haus.
Das meinte ich mit den Seitengassen.
Blick auf die Stadtmauer. 
Schöner Garten. 
Auf der Stadtmauer.
Hafen.
Und plötzlich scheint die Sonne wieder.
Blick auf die Altstadt.
Blick auf die Altstadt 2.
Blick auf die ihr wisst schon.
Trogir.
Trogir.
Ich bin so'n Seitengassenfreak.
Hier musste ich 15 Minuten stehen bis endlich niemand mehr ins Bild gerannt ist.
Wäsche. 
Trogir Anlegestelle.

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