2015-10-12

LJUBEZEN: LJUBLJANA IM SOMMER

Na gut, dachten wir, wenn man schon mal dran vorbeifährt auf dem Rückweg, dann kann man ja auch kurz anhalten. Was soll's?! In Kroatien war ich schon drauf und dran, den Halt in Ljubljana zu Gunsten von Sonne und Steinstrand zu streichen. Gott sei Dank haben wir das doch nicht gemacht. Wir waren zwei Tage dort, von denen es an einem Tag so sehr geschüttet hat, dass wir dreimal überlegt haben, ob wir jetzt vom Van zum Klohäuschen rennen oder nicht. Da war nicht viel mit Stadt angucken und deshalb sind wir nur schnell zum Supermarkt geschwommen und haben uns dabei die romantischen Hochhausfassaden der Vorstadt angeschaut.
Ich habe übrigens noch nie so eine schlechte Anfahrtsbeschreibung gelesen wie im ADAC Campingführer zu diesem Campingplatz. Wir sind ewig in der Stadt herumgekurvt, weil der Mann aus was weiß ich für Gründen meinte, dass irgendwann aus dem Nichts dieser Campingplatz wie eine Heilige schon erscheinen würde. Irgendwann habe ich entnervt meine mobilen Daten eingeschaltet und das Ziel eingegeben. Wir waren auf der anderen Seite der Stadt. Und nein, wir hatten keine Karte von Ljubljana. Das kann ich nämlich sonst sehr gut, Karten lesen.

Umso besser war das Wetter am nächsten Tag und wir sind in den Bus gehüpft, um uns die Altstadt anzuschauen. Hach, was soll ich sagen. Das hätte ich wirklich nicht erwartet. Eine wunderschöne Altstadt mit vielen kleinen Designerlädchen, Fassaden, die mein Fotografinnenherz fast haben zerspringen lassen und lauter süßen Cafés, in denen man sich die Zeit bei supergünstigem Kaffee und Sandwiches vertreiben konnte. Überhaupt alles in dieser Stadt war toll, sogar die Menschen! Und die finde ich in sehr wenigen Städten toll. Ich hatte dieses Kribbeln im Bauch, das ich damals auch bei Lissabon und Reykjavík verspürt habe und schrieb mir mit Edding auf den Arm: Das war nicht dein letzter Besuch. Damit ich es nicht vergesse.

Wir sind erstmal durch die Stadt gelaufen, haben Geld für Krimskrams ausgegeben und uns treiben lassen. Der Mann hat "Schwarzer Sesam" als Eissorte probiert - sehr lecker. Danach sind wir hoch zur Burg gefahren (eher unspektakulär), um kurze Aussichtsfotos zu machen und in einem kleinen Kino einen Kinderfilm über Ljubljana auf Slowenisch zu sehen.

Wir haben Kuchen gegessen, Menschen beobachtet, verschiedene Biersorten probiert und wieder gegessen. Ein perfekter Urlaubsabschluss. Ein Kurztrip nach Ljubljana muss im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder drin sein! Ich kann auch leider keine blöden Untertitel unter die Bilder schreiben, weil diese Stadt einfach so super ist. Alle Fotos vom Roadtrip durch Kroatien und Slowenien findet ihr hier.



















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