2015-10-05

LJETO: MIT DEM VAN DURCH KROATIEN

Nun gut, der Sommer ist ja jetzt schon wieder etwas länger her. Dieses Blog hat geschlafen und seine Autorin dagegen viel zu wenig und deshalb komme ich jetzt erst zum ersten Eintrag über unseren Urlaub in Kroatien. Wie die Hippies haben wir uns einen Campingbus geliehen und sind losgeeiert bis nach Dubrovnik und zurück. Dafür hatten wir zwei Wochen Zeit und einige Stationen geplant. Deshalb brauche ich natürlich mehrere Postings dafür, aber ich hoffe, ihr (und auch ich) haltet durch. Wenn ihr das auch mal machen wollte, sei euch gesagt: Macht! Campen ist überhaupt nicht mein Ding, aber es war trotzdem geil. Selbstverständlich bin ich nicht gefahren, sondern fühlte mich in der Rolle der neunmalklugen und hysterischen Beifahrerin sehr wohl. Hysterisch immer dann, wenn der Mann aus meiner Sicht zu nah an irgendwelchen Abgründen vorbeigefahren ist. Verträgt sich nicht so gut mit meiner Höhenangst.
Also, was haben wir gemacht? Wir sind die kroatische Küste runtergefahren bis nach Dubrovnik und dann wieder zurück, letzter Stopp in Ljubljana (ganz eigentlich letzter Stopp war München, aber das zählt ja nicht).

Auf der Hinfahrt hat es bei Rosenheim abends so angefangen zu schütten, dass wir doch noch an einem ganz kleinen, privaten Campingplatz in Deutschland die erste Nacht verbracht haben. Am nächsten Tag sind wir dann durch bis nach Starigrad und haben dort zwei Nächte auf einem riesigen Campingplatz verbracht. Auf diesem Campingplatz lebten viele Fledermäuse. Als ich also nachts auf die Toilette musste (und das ist so ungefähr das Schlimmste beim Campen), flatterte eine Fledermaus im Toilettenhäuschen fröhlich umher und ich hatte den Schiss meines Lebens (nicht wörtlich gemeint). Ich hatte berechtigterweise Angst, dass das Tier sich in meinen Haaren verfängt und dann alle Beteiligten nicht mehr glücklich werden. Also bin ich, wie bei Super Mario, losgerannt, als die Fledermaus gerade am anderen Ende war. Mir spazierte dann eine völlig entspannte Neunjährige entgegen, die das alles sehr viel lässiger aufnahm als ich. Pfff.

Grundsätzlich ist es in Kroatien eine gute Idee, nicht mit dem Auto in Städte reinzufahren. Sonst sucht man sehr lange nach einem Parkplatz und wenn man einen gefunden hat, muss man die daraufstehende Frau durchbeleidigen, damit sie den Platz freigibt, bevor ihr Mann da ist. Das kann Spaß machen, ist auf die Dauer aber anstrengend. In den meisten Touriorten fährt immer ein Bus in der Nähe des Campingplatzes in die entsprechende Altstadt. Nutzt das.

Šibenik hat eine sehr schöne Altstadt und sehr wenig Parkplätze. Dort kann man herumlaufen, bis zur Burg rennen, viel schwitzen und schöne Bilder machen. Überhaupt kann man in Kroatien überall sehr schöne Bilder machen. Oder Leute beobachten, wie sie versuchen, sehr schöne Bilder zu machen und dann aber lernen, dass die Canon-Maschine, die sie sich gekauft haben, doch auch nur gut läuft, wenn man sie bedienen kann. Naja, so ist das.


Nächste Station der Hinfahrt: die Tourihochburg Split. Es ist sehr schön da. Und sehr, sehr voll. Wenn man Menschen nicht so mag, ist Kroatien eh eher ein schlechtes Land. Zumindest die großen Städte. Alles ist sehr kuschelig und sehr voll und sehr warm. Muss man durch. In Split hatte ich Geburtstag und deshalb haben der Mann und ich in einem stilvollen Restaurant mit Hammeraussicht gespeist und eine Flasche Wein getrunken. Danach waren wir völlig betrunken, weil es so heiß war. Das war ein schöner Tag. Wenn ihr also mal dort seid und was schönes machen wollt, geht ins Šumika (Put Firola 6). Der Weg dahin ist nicht so leicht, weil es nicht in der Innenstadt ist, aber bis dahin kann man sich gut streiten, weil man sich leicht verläuft. Also auch eine schöne Beschäftigung.

Von Split sind wir mit dem Wagen auf eine riesige Fährt und rüber nach Brač. Was für eine schöne Insel! Es war so schön. Dort kann man auch einen ganzen Urlaub verbringen. Im Wasser und im Bett. Immer im Wechsel. Wir waren dort in einem kleinen Surfercamp (nicht, dass wir Sport machen würden, haha) und das war wirklich sehr schön. Dort haben wir viel gekniffelt, was ja auch eine Art Bewegung ist. Weiter mit der Reise, geht es nach der nächsten Maus! Und hier noch ein paar Bildchen!



Šibenik 
Šibenik 
Šibenik
Šibenik 
Šibenik 
Ach ja. Krka. Der Nationalpark. Schrecklich!! 
So schrecklich, dass ich ihm einen eigenen Eintrag widmen werde. 
Ein Grab in Primošten. Die Stadt sollte man auf dem Weg kurz mitnehmen!
Primošten
Split mit gerade fast keinen Menschen auf dem Bild. Schön. 
Split.
Balkone in Split. 
Die Altstadtfassade.

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