2015-03-13

SUPPORT YOUR LOCAL ARTISTS: JOSI AUS HANNOVER

Josi und Band
Künstler_innen aus der eigenen Stadt stelle ich besonders gerne vor. Gerade weil es sich bei der eigenen Stadt um Hannover handelt und die City of Music (!) immer noch den Ruf hat, nicht besonders kreativ und musikalisch zu sein. Weit gefehlt! Deshalb heute: Josi! Josi ist junge Musikerin und hat vor wenigen Tagen ihr erstes Album rausgebracht. Ich hab sie mir daraufhin gleich mal zum Interview geschnappt.

Josi, Glückwunsch! Gerade ist dein erstes Album rausgekommen – wie fühlt sich das an, endlich die eigenen Songs in der Hand halten zu können?

Vielen Dank! Es ist wirklich schon ein etwas verrücktes Gefühl. Die ganzen Prozesse, die sich hinter dem Schreiben von Songs, Albumaufnahmen und Organisation für eine offizielle CD Produktion verbergen, sind unglaublich aufwändig, aber eben auch sehr spannend. Und das Gefühl, das Endergebnis dann in der Hand halten zu können, ist einfach nur super!

Wie ist dein kreativer Prozess? Und was inspiriert dich zu den Songs?

Eine sehr gute Frage.. In meiner perfekten Vorstellung eines kreativen Prozesses habe ich plötzlich einen tollen Einfall für einen Songtext oder eine Melodie und dann entsteht blitzschnell ein Song, mit dem ich selbst höchst zufrieden bin.
In der Realität gibt es zwar auch ab und an solche kreativen Geistesblitze, aber ich bin im Allgemeinen ein eher zu starker Selbstkritik neigender Mensch. Das ist sowohl positiv als auch manchmal etwas negativ für das Schreiben eigener Songs.
Auf mein erstes Album kann ich jetzt allerdings stolz blicken, weil ich den eigenen Erwartungsdruck zurückschrauben konnte und einfach das geschrieben habe, was mir in den Sinn kam. Es sind oft  persönliche Gefühle in den Texten, aber teilweise auch Situationen beschrieben, die in keinster Weise autobiographisch sind, aber mich trotzdem beschäftigen und nachdenklich machen. Als konkrete Inspirationsquelle für meinen Song „Löwenherz“ diente mir beispielsweise Astrid Lindgrens Kinderbuch „Die Brüder Löwenherz“, welches sehr viele schöne Ideen und Emotionen umfasst, die es wirklich wert sind, in musikalischer Sprache ausgedrückt zu werden.

Mit dem neuen Album hast du auch eine Band, die mit dir auftritt – wie habt ihr euch gefunden?

Das war überraschend einfach, weil wir schon vor meinem Albumprojekt sozusagen Kollegen waren. Wir sind alle Studenten des Music-College-Hannovers, einer privaten Berufsfachschule für Musik, gewesen, an der wir in unserem jeweiligen Hauptinstrument, Songwriting, Musiktheorie u.v.m. ausgebildet wurden.
Als dann für mich klar war, dass ich das mit der eigenen Musik ernst nehme und keine Lust mehr hatte, immer so allein auf der Bühne zu stehen, habe ich die drei Jungs gefragt und zum Glück als Bandmitglieder für mich gewonnen.

Du kommst wie ich aus Hannover – wie hältst du es mit dem „Langweiler-Image“ der Stadt? So schlimm ist es gar nicht, oder?

Das „Langweiler-Image“ kann ich so nicht bestätigen. Ich lebe schon immer gerne in Hannover. Vor allem habe ich die Vermutung, dass ich mich in zu riesigen Städten nicht gut wohlfühlen könnte. Hannover ist grün, aufregend und groß genug. Langeweile ist da nicht so angesagt.
Und der Stadt, in der man lebt, die Schuld für ein unabwechslungsreiches Leben zu geben, finde ich dann doch etwas zu platt :)

Du gehst doch hoffentlich bald auf Tour – wann können wir dich in Hannover oder woanders wieder live sehen?

Wir befinden uns gerade mitten in einer umfangreichen Konzertplanung. Am besten ist es, wenn man ab und an mal auf meiner Homepage oder auf meiner Facebookseite vorbeischaut. Da wird es neben den bereits bestehenden Tourterminen bald eine aktualisierte Terminliste geben, die dann immer wieder erweitert wird. Das nächste große Live-Ereignis für die Band steht am 24.04. an. Wir sind als Live-Act Teil des diesjährigen L-Beach Frauenfestivals am Weissenhäuser Strand.


Vielen Dank, Josi und viel Erfolg mit der CD!



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