2015-02-20

WOCHENENDE.

Kurz aufwachen, den Tag registrieren.
Wissen, dass heute nichts zu tun ist.
Schön.

Die Sonne kämpft sich zwischen die Ritzen des Rollos.
Alles sieht aus wie ein riesiges Streifenhörnchen.
Draußen klingelt ein Fahrrad seinen Weg frei.
Neben mir vertrautes Atmen.

Irgendwann das Geräusch des Duschkopfes.
Kurz darauf eine Wohnungstür, die ins Schloss fällt.
Seit kurzem hat der Bäcker auch sonntags geöffnet.

Wage mich aus der wohligen Decke und tappe ins Bad.
Kaffeehausmusik.
Heute mal Vollprogramm. Sogar mit Haarkur.
Im Becken sammeln sich kleine, schwarze Achselstoppelhärchen.

Kaffee oder Tee.
Marmelade oder Käse.
Fernsehen oder Lesen.
Reden, vielleicht?

Ausruhen.
Und dann doch nochmal raus.
Weil’s Wetter so schön ist.

Überall laufen glückliche Menschen herum und zeigen das auch.
Ein Hund verliebt sich in einen Baum.
Vermutlich wird es nie wieder regnen.

Ein Eis macht den Magen kälter als er eh schon ist.
Ist nicht so warm wie’s aussieht.
Hier, ich hab noch Handschuhe.

Zurück nur die Beine hochlegen.
Vielleicht was bestellen?
Dann aber jetzt.

Im Fernsehen seichte Dialoge.
Ich hab das Buch jetzt durch.
Und?

Nächste Woche vielleicht mal dies und jenes tun.
Die Pflanze braucht auch mal wieder.
Aber nicht mehr heute.

Im Bett noch die Wärme vom Morgen.
Ach, das war nett.
Jetzt aber.

1 Kommentar:

  1. Das trifft es so schön! Also soweit ich mich an die Wochenenden vor dem Kind erinnere ;)

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