2014-11-13

ANNINA LUZIE SCHMID ÜBER TAGPACKER.COM

Foto: Peter Rehak
Meine liebe Freundin Annina war schon in Deutschland sehr umtriebig im Netz und diesem Real Life. Mal bloggt sie über andere bloggende Frauen, dann erklärt sie im Netz und auf der re:publica, wie wir am Schreibtisch entspannt bleiben und jetzt lebt sie in Kanada (Neid!) und arbeitet beim neuen bookmarking Dienst Tagpacker. Und als hätte die Frau nicht schon genug zu tun, hat sie jetzt auch noch einen Gedichtband veröffentlicht: Unterwasserdämmerung/Underwaterdawn.

Vor einigen Tagen hat Annina mich angesprochen und gefragt, ob ich Lust hätte, Tagpacker mal auszuprobieren. Seitdem benutze ich kaum einen anderen Dienst, um meine Lieblingslinks zu sammeln. Das übliche Prozedere: Du registrierst dich und kannst anderen Leuten folgen. Klingt easy, ist es auch. Noch folge ich nicht besonders vielen Menschen, mir hilft aber schon die klare Übersicht meiner Links sehr viel weiter. Um euch Tagpacker vorzustellen, habe ich Annina ein paar Fragen gestellt:

Hi Annina, kannst du in kurzen Worten erklären, was genau Tagpacker ist und was du dort machst?

Hi Ninia, gut, dass du fragst! Tagpacker ist ein nigelnagelneues Tool, mit dem man Links speichern kann. Das spannende daran ist, dass es gleichzeitig ein soziales Netzwerk mit einer irren guten Durchsuchbarkeit ist. Man findet sich in seiner eigenen Linksammlung in Echtzeit zurecht und kann anderen Usern folgen und deren Sammlung durchforsten. Mein Job ist, allen zu erzählen, wie sinnvoll und spaßig das ist.

Wie sind @chris und @lex auf die Idee gekommen, Tagpacker zu gründen?

Chris und Lex haben sich während ihres Informatikstudiums an der TU München kennengelernt, wo sie zur Informationsorganisation forschten. Sie wollten herausfinden, wie man viel Inhalt gleichzeitig übersichtlich und flexibel ordnen kann. Chris Spezialität waren strukurierte Wikiseiten, Lex hat sich vor allem mit Tags befasst. Beide teilten die Vision einer revolutionären Plattform, die den Alltag erleichtert - Tagpacker war geboren.

Was ist das besondere an Tagpacker? Warum nicht einfach Seiten, die ich mag, meiner Favoritenliste im Browser hinzufügen oder andere Bookmarking Tools nutzen?

Tagpacker hat diverse Besonderheiten: Ganz grundsätzlich ist es natürlich erstmal von Vorteil, dass die eigene Linksammlung von weltweit jedem Computer, also nicht nur aus dem eigenen Browserfenster, zugänglich ist. Besonders auf Reisen ist das ein enormes Plus, weil man nicht mehr auf den eigenen Rechner angewiesen ist. Ein weiteres Argument für Tagpacker ist, das Tagpacker extra darauf ausgelegt ist, große Informationsmengen zu strukturieren. Favoritenlisten und Sammlungen in anderen Tools werden schnell unübersichtlich. Neben der oben bereits erwähnten sehr guten Durchsuchbarkeit - ich sage immer, wenn ich Google wäre, würde ich uns kaufen - bietet Tagpacker ähnlich Webshops die Möglichkeit, strukturiert nach Inhalten zu filtern. Nicht zu vergessen, sind auch der Spaßfaktor sowie die Außenwirkung - wer seine Linksammlung auf Tagpacker gut kuriert, erhöht die eigene Sichtbarkeit und bietet Freund_innen und Kolleg_innen wertvolle Ressourcen.

Wohin soll die Reise von Tagpacker im nächsten Jahr gehen? Ich persönlich wünsche mir ja eine App, damit ich unterwegs  die Links, die ich oder andere abgespeichert haben, noch schneller aufrufen kann - hab ich eine Chance auf Umsetzung?

Wir arbeiten derzeit auf Hochtouren daran, Tagpacker auszubauen. Das betrifft auf jeden Fall auch eine verbesserte Unterstützung auf Mobilgeräten und somit eine vereinfachte Anwendung von unterwegs. Auf der Liste der Features, die wir für die nahe Zukunft planen, private Profile, die Möglichkeit, Links zu liken, sowie die Möglichkeit, anderen Usern bestimmte Links vorzuschlagen. Eine App fände ich natürlich auch total klasse, aktuell müssen wir allerdings noch mit Entwicklerkraft haushalten. Sobald die große Investorenspritze kommt, gibt es die App, versprochen!

Danke, Annina!

Annina macht übrigens auch gute Erklärvideos zu allen möglichen Funktionen bei Tagpacker. Hier das für die absoluten Neueinsteiger_innen:

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