2014-09-03

KANADA-TRIP – TEIL 1: DIE ROUTE & VANCOUVER


Drei Wochen Kanada liegen hinter dem Mann und mir. Im klitzekleinen Mietwagen haben wir British Columbia und Alberta unsicher gemacht. Und am Ende sogar Seattle (gehört nicht zu Kanada, ich weiß, ihr Schlaumäuse). Nach und nach werde ich hier erzählen, wo wir waren, was wir gesehen haben, was ich empfehlen kann und wieso man in Jasper auf jeden Fall im Vorfeld ein Zimmer buchen sollte.

Unsere Stationen in richtiger Reihenfolge (zwischendurch haben wir auch an diversen Seen, Aussichtspunkten, Regenwäldern, Wasserfällen gehalten, die zähle ich aber nicht alle mit auf):


Vancouver – Victoria – Nanaimo – Pacific Rim National Park – Port Hardy – Prince Rupert – Hazelton – Prince George – Jasper – Banff – Salmon Arm – Vancouver – Seattle – Vancouver


Keine Angst, ich werde nicht über jeden Ort einen ganzen Blogpost schreiben. Dann müsste ich mir beispielsweise bei Prince George auch ziemlich viel aus den Fingern saugen. Ich starte mit Vancouver und die Stadt ist groß genug, um ihr einen ganzen Post zu widmen. In Vancouver haben wir unser Zimmer über Airbnb gebucht. Kann ich für ganz Kanada empfehlen, war immer sehr easy, günstig und die Leute waren alle sehr nett.

Als wir am ersten Tag los gelatscht sind, bin ich mit der Stadt noch nicht richtig warm geworden. Wie sie alle vorher geschwärmt haben: "Schönste Stadt der Welt!" "Genieß es!" "Lebenswerteste Stadt!" Vielleicht hatte ich auch noch Jetlag oder zu hohe Erwartungen, auf jeden Fall bin ich immer noch der Meinung, dass Vancouver sicher sehr lebenswert ist, man es aber jetzt auch nicht übertreiben muss mit der Lobhudelei. Die Innenstadt ist grau, verglast und eben wie jede andere Stadt sehr anonym. Was ich mochte: Gastown! Dieses Viertel erinnerte mich ein bisschen an Linden in Hannover und dort gab es sehr nette Bars, Boutiquen und Restaurants. Apropos Restaurants! Sushi ist unfassbar günstig in Kanada, der Himmel auf Erden! Ansonsten haben wir viel in Supermärkten gekauft und in den Hostels und Gästewohnungen gekocht.

Viele Menschen in der Stadt sind unglaublich höflich! Ständig wurden wir gefragt, woher wir kommen, dann antworteten sie meist mit einem deutschen Wort, das sie mal gelernt haben, freuten sich darüber, dass wir Englisch sprachen, lobten unsere Getränkewahl und überhaupt alles war immer sehr "awesome"! Bei einer unserer Wanderungen bin ich gestolpert und auf's Knie geknallt (Blut!). Sofort eilten zwei Frauen heran und fragten, ob ich okay sei und wie sie helfen könnten. Und, und das stelle ich ja immer wieder fest, wenn ich auf Reisen bin: Fast niemand (außer Kinder, und die dürfen das) starrt mich verwundert an, weil ich kleiner bin als andere. Ein schönes Gefühl.

Zurück zu Vancouver: Wirklich schön ist der Stanley Park! Das ist der größte Stadtpark Kanadas und eine Oase! Dort gibt es einen richtigen schönen Strand, von dem aus man direkt in den Ozean laufen kann. Himmlisch! Ebenso schön: Kitsilano Beach. Von hier kann man auch die beeindruckende Kulisse von Vancouver betrachten.

Am zweiten Tag sind wir auf den Grouse Mountain gefahren (ahhh! Seilbahn!). Leider lag die Spitze des Berges in einer Nebelwolke, so dass wir nicht bis ganz nach unten schauen konnten. Für mein Adrenalin reichte die zweite Fahrt mit dem Sessellift auf die ganz oberste Spitze aber schon aus.
Am dritten Tag ging's für uns dann schon weiter mit der Fähre nach Vancouver Island und in die Hauptstadt von BC: Victoria! Davon erzähle ich euch nach der nächsten Maus*!

Am Ende unserer Reise hatten wir noch weitere drei Tage in Vancouver, wovon einer komplett für den Tagesausflug nach Seattle draufging. In der Zeit haben wir uns Fort Langley angesehen (kann man sich sparen), sind einfach nur herumgelaufen, haben unser letztes Geld im besten Second-Hand-Shop, in dem ich bis jetzt war, ausgegeben und noch schnell ganz viel kanadisches Bier getrunken.


Und jetzt folgt die erste Fotoflut:

Downtown. Schachbrettstraßen, die immer mal wieder
einen Blick auf den Pazifik erlauben.

Jedes Viertel in Vancouver und jede Stadt in BC hat Flaggen
 an den Straßenlampen hängen. Die im West End fand ich besonders gut.

Hier sehen Sie Boote.

Das Ding in der Mitte, mit der Wiese auf'm Kopp,
war der kanadische Pavillon auf der Expo 1986 in Vancouver.


Das ist Vancouver pur. Massig Grün und trotzdem viele Glasfassaden dabei.

Dieses Ferienhaus habe ich mir direkt an den Hafen bauen lassen.
 Ich benutze eine Strickleiter um rein und raus zu kommen.

Dieses Foto ist mir ziemlich gut gelungen, finde ich.
Ich fotografiere übrigens mit einer günstigen Medion-Kamera von Aldi,
weil ich meist eh analog unterwegs bin. Kann man machen. Ich bin damit zufrieden.
Eine Canon hilft auch nicht weiter, wenn man keinen Blick für's Motiv hat.

Das ist die berühmte Steam Clock in Gastown. Sie war die weltweit erste Dampfuhr!
Zu jeder Viertelstunde spielt die Uhr den Westminsterschlag.

Genau.

Abenteuerlustige Menschen stürzen sich auf Grouse Mountain an Seilen nach unten.
Ich bin nicht abenteuerlustig.

AHHHHHHHH.

Schon recht hübsch.

Ja, dann geh halt. Tschüss.
Wer eine ähnliche Reise plant oder gerne noch mehr Tipps zu Vancouver hätte, kann mir auch gern jederzeit eine Mail schreiben.

* in einem der nächsten Blogposts

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