2014-02-10

BITTE KLICKEN SIE AUCH HIER! TEIL XII

Vor einiger Zeit startete ich den ersten Teil meiner Linktipps und versprach regelmäßig weiter zu machen. Das ist endlich wieder der Fall. Es geht weiter. Falls jemand wissen möchte, woher ich den guten Stuff kriege: Die meisten interessanten Artikel werden mir via Twitter oder quote.fm in die Timeline gespült. 
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Die Links, die ich euch hier immer empfehle, sammele ich über einen längeren Zeitraum und immer, wenn ich denke, jetzt sind es wieder genug ich Zeit habe, ausführlich zu bloggen, schaue ich nochmal in die Links und überlege, was ich an den Texten und Artikeln besonders spektakulär oder spannend fand. In der Zwischenzeit kann es natürlich passieren, dass auch andere Menschen gute Links entdecken und mir die Arbeit ein bisschen abnehmen. Deswegen sage ich gar nicht mehr viel zu dem Artikel aus dem Magazin der Süddeutschen, über (werdende) Mütter mit Essstörungen und empfehle euch nur zusätzlich auch den Artikel von Dr. Mutti.

Mein Bühnenkumpane Tobi Katze hat angefangen über seine Depressionen zu bloggen. Dieser Mann ist toll, seine Texte sind gut und überhaupt sollte man mal in seinen Blog geschaut haben. Oder auf seine Webseite.

Und wenn ich zu lange mit der Zusammenfassung der Links warte, passiert es, dass Dinge in diesem Internet nicht mehr verfügbar sind. Das ärgert mich in diesem Fall besonders, da ich plante, eine seitenlange Abhandlung über's Ballett zu verfassen. Bringt aber nichts, wenn ihr die Doku dazu nicht sehen könnt. Ich spreche von "Just Ballet". In dem Film werden Mädchen ein Jahr lang während ihrer Zeit an der Ballettschule der Wiener Staatsoper begleitet. Dieser Film lief letztens auf 3sat und war bis vor kurzen noch in der Mediathek verfügbar und jetzt ist er es nicht mehr und das ist sehr schade. Immer, wenn ich solche Filme sehe, schmerzen mir einerseits die Füße und andererseits möchte ich sofort wieder in den Ballettsaal. Ich habe zwölf Jahre lang getanzt. Also meine komplette Kindheit und Jugend. Bis mir während einer simplen Aufwärmübung an der Stange das erste Mal die Kniescheibe raushüpfte. Natürlich wollte ich auch mal Prima Ballerina werden und natürlich war das, gemessen an meiner Motivation und meiner körperlichen Verfassung, totaler Blödsinn. Trotzdem ist Ballett immer noch der beste Sport, den ich jemals gemacht habe. Ich stehe auf diese totale Körperkontrolle bis in den kleinsten Finger. Solche Konzentration, dass man wirklich an nichts anderes mehr denken kann. Leider habe zumindest ich mir meine kompletten Gelenke kaputt gemacht. Aber was soll's? Dafür hatte ich zwölf Jahre Spaß und heute noch schöne Spitzenschuhe an der Wand hängen. Die Doku widerlegt sehr schön das Bild der hyperstrengen Lehrerin und zeigt, wie sehr die Mädels sich für ihren Tanztraum aufopfern. Auch der Umgang mit dem eigenen Körper und der Glaube der Mädchen, immer noch schlanker sein zu müssen, wird thematisiert und kritisiert. Falls ihr irgendwann mal die Chance habt, die Doku zu sehen, dann nutzt sie. Hier gibt's noch einen Trailer.

"How I met your mother" ist bald durch. Dann hat Ted die Mutter hoffentlich gefunden und seine Kinder können endlich ins Bett gehen. Ich mochte die Serie, auch wenn sie zum Ende hin immer öder und kaugummiartiger wird. Da sehr, sehr viele Menschen diese Serie mochten, wollen die Macher_innen natürlich weiterhin Geld verdienen. Und was liegt da näher als ein Spin-Off zu drehen? Nichts. Also drehen sie ein Spin-Off. Und wenn man den bisherigen Beschreibungen glauben darf, wird das vielleicht die gruseligste Serie aller Zeiten. Und mit gruselig meine ich nichts Gutes. Hauptperson Sally ist super-chaotisch und hat mit ihrer besten Freundin einen Modeblog (natürlich.). Frank ist Nerd und gleichzeitig der heiße IT-Chef des Blogs (wie, ihr habt KEINEN heißen IT-Chef für eure Blogs?). Und natürlich in Sally verliebt. Aber das weiß sie noch nicht, weil sie ja gerade erst frisch getrennt ist und bei ihrem Bruder einzieht, der davon gar nicht begeistert ist. Dafür versteht sich Sally aber umso besser mit dem Ehemann des Bruders und überhaupt wird das alles bestimmt total crazy und modern. Herrje. Warum nicht einfach aufhören, wenn man ein super Serie gemacht hat?

Ich versuche mich seit über einem Jahr weitestgehend vegetarisch zu ernähren. "Versuche" und "weitestgehend", weil ich euch nichts vorlügen will. Manchmal passiert das mit dem Fleisch doch. Und dann schäme ich mich kurz. Seitdem lese ich viele vegetarische und vegane Blogs und interessiere mich für allerlei Hypezeug aus dieser Szene. Ober-Hype ist offenbar ein Mann namens Attila Hildmann, den ich schon immer sehr kurios fand, seit diesem Artikel aber einfach nur noch lächerlich. Allein das Foto. Und dann diese Betonung auf "Ich bin supermännlich" und "Ich habe große Muskeln". Wow, Glückwunsch. Auch die Interviewfragen sind natürlich nicht gerade aus dem Lehrbuch geklaut: "Isst denn Raab jetzt noch Fleisch?". Ich werde auch zukünftig versuchen, diesen Menschen weitestgehend zu umgehen. Ich hoffe, ich kann auch ohne seine weltverändernden Bücher eine glückliche Vegetarierin werden.

In letzter Zeit denke ich ja vermehrt darüber nach, was das Leben einem so bringt und wie man es am besten ausnutzt, ohne sich selbst zu ausgenutzt zu fühlen. Dazu passt ein Artikel, der heute in meiner Timeline auftauchte. In "Ich bin dann mal raus" geht es um Sara Maitland, die beschreibt, wie sie lebt. Nämlich allein, und nicht nur allein in einer Wohnung, sondern so richtig allein, isoliert. Manchmal sieht sie den ganzen Tag keinen anderen Menschen (DREAMLAND!). Sara beschreibt, wie schwierig es ist, anderen zu erklären, dass sie zwar allein, aber nicht einsam ist. Auch wenn das totale Alleinleben nichts für mich wäre, finde ich den Artikel und ihre Gedanken sehr interessant und teilenswert. Vor allem die Frage: Wieso sind Paare in den Augen der Gesellschaft immer mehr "Wert" als Singles?

Und zum Schluss noch etwas in eigener Sache: Ich bin Teil eines "Geschichts-Lese-Buchs über Scham, Aussonderung, Stolz und Emanzipation" des ISL. Im Interview erzähle ich, wann ich mich behindert fühle und was Inklusion für mich bedeutet. Die Autorin Wiebke Schär zeigt in der Broschüre auf, wie sich das Verständnis von Behinderung im Laufe der Geschichte verändert hat. Sie stellt dar, welche Rollen Behinderung oder Krankheit in der Gesellschaft spielten, wie behinderte Menschen den Aufbruch wagten und der Aussonderung trotzten. Die Publikation wurde im Rahmen des ISL-Projektes “Disability Pride – aus Scham wird Stolz!” erstellt und durch die Aktion Mensch gefördert. Alle Informationen zum Projekt finden sich hier.

Kommentare:

  1. (Ich hoffe, es ist ok, wenn ich nur zu einem Link wirklich was zu sagen hab?)

    Dieser Artikel über das HIMYM-Spinoff klingt ja einfach nur grausig. Passt vor allem absolut nicht zu dem, was in der Serie selbst über die Mutter vermittelt worden ist. Wobei, ist das überhaupt "Sally"? Das geht aus dem Artikel irgendwie gar nicht so hervor.

    Furchtbar. Heutzutage wird jede gute Serie totgeritten. Sie hätten vor 2, 3 Jahren aufhören sollen, dann wäre die Serie als absolut großartige TV-Produktion in die Geschichte eingegangen.

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    1. (Klar ist das ok!)

      Nein, ich glaube "Sally" ist nicht die Mutter (wird auch neu besetzt), sondern soll einfach die gleiche Story anders erzählen...

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  2. Liebe Ninia,
    Danke für den Link zum Artikel "Ich bin dann mal raus". Der hat mir gerade bei einigen Gedanken, mit denen ich mich schon länger auseinander setzt, weiter geholfen.
    Deine Interview-Antworten sind sehr sympathisch (nicht, dass ich mit etwas anderem gerechnet hätte)
    Liebe Grüße,
    Julia

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