2014-01-21

ZWISCHENRUF: "SOBALD EINE GUT GENUG IST."

Mein Vater wies mich gestern auf diesen Artikel im Göttinger Tageblatt hin. In der DFB-Schiedsrichterkommission sitzen siebzehn Menschen – davon sechzehn Männer. Sie entscheiden, wer als Schiedsrichter_in in der ersten Bundesliga pfeifen darf. Auch in der nächsten Zeit darf keine einzige Frau in der ersten Bundesliga pfeifen. Nun, vielleicht gibt es keine, die zur Verfügung stünde? Im Gegenteil: Laut Vorsitzendem Herbert Fandel ist Bibiana Steinhaus „die weltbeste Schiedsrichterin und macht in einer der stärksten 2. Ligen [der Herren] der Welt einen bemerkenswerten Job“. Offenbar aber immer noch nicht gut genug. Denn nur die besten Zweitliga-Schiedsrichter_innen können in die erste Liga aufrücken. Zweiundzwanzig Schiedsrichter sind also immer noch besser als die "weltbeste Schiedsrichterin". Soso. Nach welchen Kriterien Fandel und seine illustre Truppe genau entscheiden, hat er, zumindest in diesem Artikel, nicht verraten. Trotzdem lobt Fandel Steinhaus, wo er nur kann und das immer in den höchsten Tönen. Das hat ein bisschen was von väterlichem Tätscheln – nach dem Motto: "Natürlich bist du gut, meine Kleine, nur eben nicht so gut wie die Jungs." Ein echtes Lob wäre, wenn Steinhaus endlich auch in der ersten Bundesliga der Herren pfeifen dürfte.

Kommentare:

  1. alte dumme Männer !
    Du weisst doch: große Menschen, kleine Menschen, dicke Menschen, usw. .

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  2. .. und ganz, ganz viele Doofe. Da kann man echt nur den Kopf schütteln über so viel Borniertheit. Vielleicht haben sie Schiss, dass eine weibliche Schiedsrichterin für zuviel Aufmerksamkeit sorgt.

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