2013-11-05

BITTE KLICKEN SIE AUCH HIER! TEIL VIII

Vor einiger Zeit startete ich den ersten Teil meiner Linktipps und versprach regelmäßig weiter zu machen. Das ist endlich wieder der Fall. Es geht weiter. Falls jemand wissen möchte, woher ich den guten Stuff kriege: Die meisten interessanten Artikel werden mir via Twitter oder quote.fm in die Timeline gespült. 
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Bahntexte sind böse. Vor allem unter Slammer_innen sind Bahntexte das übelste vom üblen. Noch schlimmer als FDP-Texte, Bild-Texte oder Ich-saß-in-meiner-WG-und-mein-Mitbewohner-kam-rein-Texte. ABER. Dieser Bahntext von Volker Strübing ist einfach super lustig und zeigt, wie dusselig manch ein System organisiert sein kann. Ich mag Volkers Texte und ihr hoffentlich auch bald.

Christine Dingler, alias Punktefrau, antwortet auf einen furchtbaren, furchtbaren Text von Lead Digital, in dem es mal wieder um irgendeine Generation geht, die irgendwas will und in der – natürlich – alle irgendwie gleich sind. In diesem Text stehen so viele bekloppte Thesen, die Christine gründlich auseinander nimmt. Ich hatte Blutdruck nach der Lektüre bei Lead Digital und war froh, dass Christine eine beste, gute Antwort geschrieben hat. Kleiner Auszug? "Die Generation Y muss sich mit Machtspielen vertraut machen" – genau! Statt zu ändern, müssen wir das Game nämlich einfach mitspielen, dann wird alles gut. Der Text bei Lead Digital könnte auch heißen "Früher war alles besser" oder "Bitte nichts verändern, wir machen das fünfzig Jahren so". Ihr merkt schon, ich pumpe, ich deshalb schnell weiter zur nächsten Empfehlung.

Die Völkerschlacht bei Leipzig wurde 200! Juhu! Dieser Jubel hört sich komisch an? Genau! Und deshalb fand ich auch das Nachgespiele der Schlacht sehr fragwürdig. Krieg als spaßorientiertes Spektakel zu verkaufen, ist nicht unbedingt mein Ding. Dachte sich auch Juliane Leopold und schrieb einen tollen Beitrag, mit perfektem Titel: "Einladung zur Schlachteplatte".

Nils Minkmar hat fast ein Jahr lang Peer Steinbrück durch den Wahlkampf begleitet. Sein Artikel über das Scheitern des Kandidaten machte mir Lust auf das Buch, das er über dieses Jahr geschrieben hat. Noch habe ich es nicht gekauft, aber vielleicht demnächst, wenn ich neuen Lesestoff brauche und mal wieder Lust habe, mich über Politikarbeit aufzuregen. Apropos: Der Text über ihren Parteiaustritt von Yasmina zeigt so ziemlich alles auf, was mich vor politischem Engagement immer zurückschrecken ließ: Undurchdringbare Strukturen, Netzwerke von alten weißen Männern und ein Abschuften an Dingen, die am Ende eh niemanden interessieren. Und sogar die Antworten auf ihren Text verdeutlichen wie schwierig echtes Engagement sein kann.


Sowohl der Austritt als auch der Text dazu sind super stark und ich herze Yasmina dafür. Der Vorschlag der Besserwisser_innen, mensch müsse dann eben härter kämpfen ist ungefähr genauso gut wie die oben genannte Aussage "Macht euch mit Machtspielen vertraut". Politik muss für alle möglich sein. Bei mir hat sich bis heute aber, seitdem ich das erste Mal einen Blick in eine Zeitung warf, nicht der Eindruck verändert, dass es bei Politik ab einer gewissen Stufe nur noch um Machtspiele geht. Und niemals darum ging, Dinge zu verändern. Das frustriert immer mehr.

Magda Albrecht schreibt in einem Beitrag für den Prager Frühling über Sexismus im Zeitalter des Avatars. Ich kann ihr in allen Punkten zustimmen. Toller Text!

15jährige Jugendliche, die sich regelmäßig beim Jobcenter melden müssen, um dort vorzusprechen. Nicht weil sie arbeitslos sind, sondern aus dem einfach Grund, dass ihre Eltern Hartz-IV-Aufstocker sind. Die Jugendlichen gehen derweil noch zur Schule und bekommen bei Nicht-Erscheinen und "unvollständiger" Entschuldigung eben einfach die Bezüge gestrichen. Manchmal... *kopftisch*!

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