2013-09-30

BITTE KLICKEN SIE AUCH HIER! TEIL VI

Heisenberg interessiert sich eher weniger für's Internet.
Vor einiger Zeit startete ich den ersten Teil meiner Linktipps und versprach regelmäßig weiter zu machen. Das ist endlich wieder der Fall. Es geht weiter. Falls jemand wissen möchte, woher ich den guten Stuff kriege: Die meisten interessanten Artikel werden mir via Twitter oder quote.fm in die Timeline gespült.
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Am Sonntag Abend brachte die NDR-Sendung "Hallo Niedersachsen" einen Beitrag über die sogenannte "Liliputaner Action" in Cuxhaven. Ich durfte auch meine two cents dazu geben. Auch das anschließende Interview mit Doris Michel vom BKMF fand ich sehr gut. Über das eigentliche Problem habe ich heute auch mit Christiane getwittert. Menschen mit Behinderungen bekommen auf dem ersten Arbeitsmarkt nur schwierig oder keine guten Jobs. Was auch daher rührt, dass sie schon im Bildungssystem "verloren gehen" und nicht gleichberechtigt integriert sind. Und dann weicht mensch auf andere Jobs aus, um Geld zu verdienen. Ist also ein politisches Problem. Trotzdem befreit diese Tatsache sowohl den Diskobesitzer als auch die Menschen, die bei so einer Aktion bedenkenlos mitfeiern nicht von ihrer Verantwortung. Weiterführend empfehle ich euch den interessanten Artikel über Behinderung und bürgerliche Gesellschaft von Rebecca Maskos.


Das Nuf schreibt über ein Smartphone-Verbot für Kinder und Jugendliche. Sie bezieht sich auf ein Interview mit Louis C.K., indem er sagte, Kinder könnten nur Empathie entwickeln, wenn sie mehrere Rückkanäle haben. Und das Kinder, indem sie das Internet immer bei sich tragen, nie alleine sind. Theoretisch haben sie ihre Freund_innen immer online dabei. Mensch sollte aber auch lernen, mit sich allein zu sein und solche Momente zu genießen. Das Nuf will nun wissen, was die Digital Natives davon halten. Als das Internet erst in der Schule und später bei uns zuhause Einzug hielt, war ich etwa fünfzehn Jahre alt. So ganz komplett bin ich also nicht online aufgewachsen. Gerade den Ansatz, dass man auch lernen muss, Allein-Momente zu genießen, finde ich gut. Ich bin aber überzeugt, dass das auch geht, wenn ein Kind ein Smartphone besitzt. Und genauso funktioniert auch das mit der Empathie. Nur weil ich ein Smartphone besitze, spreche ich ja nicht mehr mit anderen Menschen. Das Bild vom völlig vereinsamten Nerd-Kind mit Chipstüte haben wir doch schon vor fünf Jahren begraben. Kinder und Jugendliche haben allein in Schule und in der Freizeit so viel "Real-Life-Interaktion", dass sie m.E. auch mit Smartphone in der Tasche, Empathie entwickeln können. Zusätzlich ist das natürlich auch von der Erziehung abhängig. Und: Natürlich würde ich keinem Kind ein Smartphone kommentarlos in die Hand drücken und viel Spaß wünschen. Der bewusste Umgang mit so einem Gerät muss erlernt werden  darf aber auch nicht vorenthalten werden, weil das dazu führen könnten, dass die Kinder später benachteiligter sind. Ganz davon ab: Kinder, deren Eltern sich Smartphones und entsprechende Tarifverträge überhaupt leisten können, sind ja auch ziemlich privilegiert. Es gibt genug Kinder und Jugendliche, die von solchen "Problemen" nur träumen können.


Maike schreibt bei Kleinerdrei darüber, wieso Pink einfach dufte ist und spricht mir damit aus dem Herzen.


Anna von different needs hat das neue Buch von Sonja Eismann, Chris Köver und Daniela Burger gelesen: Glückwunsch, Du bist ein Mädchen ist eine Anleitung zum Klarkommen, die ich vor 20 Jahren (Oh Gott!) auch gut hätte gebrauchen können. Stattdessen hatte ich die unglaublich lustige "Anleitung" meiner Mutter aus den 60ern im Regal, in der gelehrt wurde, wie eins wie ein Mannequin geht oder wie man richtig aufräumt. Außerdem hatte ich natürlich noch ein "modernes" Buch, in dem aber auch nur relativ nüchtern und heteronormativ über das "Mädchen-Sein" und "Frau-Werden" berichtet wurde. Körperfunktionen kannte ich ob der guten Aufklärung meiner Mutter sowieso schon und den Rest fand ich eher kitschig und anstrengend.


Florian Wintels ist der neue bremisch-niedersächsische Meister im Poetry Slam. Der Typ ist eine Wucht und hat verdient gewonnen. Die gesamte Meisterschaft hat mir viel Spaß gemacht. Nächstes Jahr kommen wir nach Göttingen. Also zieh dich warm an, alte Heimat!


Das Magazin Cosmo TV hat am Wochenende zwei spannende Beiträge gebracht: über Flüchtlingsheime und Andrea Röpke. Röpke ist Journalistin und wurde lange Zeit, ohne dass sie es wusste, vom niedersächsischen Verfassungsschutz beobachtet. Genau wie der Sportjournalist Ronny Blaschke, der, wie jetzt mitgeteilt wurde, verwechselt worden sei. So weit so erschreckend.

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