2012-08-31

dOCUMENTA 2012

Es war der heißeste Tag des Jahres und wir hatten die grandiose Idee nach Kassel zu fahren. Gesagt, getan. Und was soll ich sagen? Ich war ziemlich enttäuscht. Vor fünf Jahren fand ich die Ausstellung wesentlich aufregender und interessanter. Vielleicht bin ich schon zu "durchgenudelt", was Kunst angeht, aber das meiste, was ich da gesehen habe, war wirklich relativ langweilig. Am besten hat mir eine kleine Galerie gefallen, die Klangexperimente gezeigt haben und der Raum, in dem die vielen unterschiedlichen Bilder hingen. Vielleicht habe ich auch in meinem Studium (Kunstgeschichte!) nicht richtig aufgepasst, aber wie ich erst gestern erfahren musste, habe ich manche Sachen nicht einmal als Kunstwerk erkannt (zum Beispiel den leeren Raum im Fridericianum, das war eine Luftzug-Installation...). Schande. Außerdem waren viele Räume nicht barrierefrei, was mich gleich veranlasste eine Mail an die Veranstalter zu schreiben. Ich bekam eine sehr nette Antwort inklusive Versprechen, dass das beim nächsten Mal besser werde. Mal gucken! Fotos habe ich natürlich trotzdem gemacht! Übrigens: Hamti hat auch Bilder gemacht. Bessere als ich und mit mir drauf.


Das Bild ist von Hamti und zeigt mich bei
meinem Ausflug ins All. Ach nee, bei dem
Versuch Klangexperimente zu machen!


Krasse Bilder von operierten Menschen gegenüber Darstellungen
von Schönheitsidealen. Ich war etwas überfordert damit. Konnte aber auch nicht wegschauen. 
Ein dreidimensionales Gemälde ohne 3D-Brille. Krasse Scheiße!
Das hat mir richtig gut gefallen.
Jawoll! Mach et!

Im Keller der Klangexperimente-Galerie. Von der Decke hingen Drähte,
die Geräusche gemacht haben, wenn man vorbei ging.
Ich habe das exzessiv getestet.

Susann passt sich an. Sie ist einfach ein Profi im Verstecken.

Hamti tanzt durch die Galerie.

Mü... äh Kunst! Verrostete Kunst. Wir haben lange diskutiert, was diese
Installation uns so sagen soll. Wir hatten viele Ideen.
Ich befürchte keine davon war korrekt.

Streetart am Bahnhof in Kassel. Cooler Roboter. Muss ja auch nicht alles
hässlich sein am Kasseler Bahnhof.

Eine Näherei komplett aus Holz geschnitzt! Ok, ich gebe zu,
das war auch nicht schlecht! Ziemlich beeindruckend.

Diese drei Herren haben beim Anblick von Kassel gleich Kopf und Hände verloren.
Nun müssen sie da für immer sitzen. Schade. 

Ich stehe ja auch Linien und graphisches Zeug und so. Hier also
die Verwirklichung meiner geheimen Träume.

Gehörte nicht zur Ausstellung. War aber irgendwie interessanter.
Zumindest für den Fotoapparat.

Durch diese Hallen mussten wir laufen, um von einer kleinen
Installation zur nächsten zu kommen. Wir haben lieber die Halle
fotografiert als die Kunst.

Besagter bester guter Raum. Sehr beeindruckend.

Die Zusammenstellung der Bilder war, sagen wir, interessant! 

Ach, ich mag das einfach. Wie das so angeordnet ist! Es erfreut mein
Herz, das sich so nach geraden Linien und Parallelen sehnt.

Das beste Bild im ganzen Raum. Ich stand fasziniert davor. Bin ich immer noch.
Sitze aber jetzt wieder auf dem Sofa.

Technische Gerätschaften, die sich lustig bewegten I.

Technische Gerätschaften, die sich lustig bewegten II.

Der Baum von Herrn Beuys (Nein, ist er nicht! Schaut in die Kommentare!). Er ist aus Bronze! Ein verrücktes Ding.

2012-08-29

PARALYMPICS 2012

Heute Abend starten mit der Eröffnungsfeier die Paralympics 2012 in London! Es sollen die größten, besten, tollsten Paralympics aller Zeiten werden. Laut den Organisatoren sollen die Paralympics dieses Jahr zum ersten Mal komplett ausverkauft sein. Das wär natürlich toll. Denn die Wettkämpfe wurden bis jetzt immer ein bisschen stiefmütterlich behandelt. ARD und ZDF übertragen fast alle Wettbewerbe live. Ich bin gespannt auf die Berichterstattung und wäre am liebsten selbst vor Ort. 
Derweil freut sich der Präsident des Deutschen Behindertensportverbands (DBS) Friedhelm Julius Beucher, dass die Prämie für MedaillengewinnerInnen hochgesetzt wurde. Für eine Goldmedaille gibt es jetzt 7.500 Euro (vorher 4.500 Euro). Hört sich gut an. Bis mensch den Vergleich zu den Olympiagewinnenden zieht, die bekommen in Deutschland nämlich 15.000 Euro. Ein "Behindertensieg" ist eben nur halb so viel Wert, was?!

Ich freue mich besonders auf den Auftritt des deutschen Leichtathleten Mathias Mester. Der ist nämlich genau so groß wie ich! 

2012-08-28

MS DOCKVILLE MOVIE 2012

Carolin hat via Twitter auf dieses ganz und gar zauberhafte Video aufmerksam gemacht. Das schönste Festival in seiner vollen Pracht. Große Kunst.

The MS Dockville 2012 Movie from VISUAL ART HOUSE / FLAPP on Vimeo.

2012-08-27

DIE WELT DER LAGRANDE: FESTIVALS.

Was Sat.1 kann, kann ich ja schon lange: Hier also die erste Folge von "Die Welt der LaGrande". Sie handelt von Konzertbesuchen. Ich bin Festivalbesucherin mit Leib und Seele. Vier Tage lang nur rumzusitzen und zwischendurch gute Konzerte zu sehen, was kann es besseres geben? Ah, mir fällt was ein! Die Konzertierenden auch zu sehen, also die MusikerInnen! Meistens reicht es mir, die Musik zu hören. Aber an und an, bei bestimmten Bands, da würde ich doch gerne mal einen Blick auf die Bühne erhaschen. Also drängelte ich mich am Wochenende bei "The Whitest Boy Alive" irgendwann aus der Menge, sprang am Rand herum und sah fast alles. Bis jemand kommt und sich genau, genau auf den Punkt stellt, der sich direkt vor mir befindet. Im Ernst, das muss man doch merken? In der Menge kann das ja passieren, aber außen, am Rand? Meistens suche ich mir dann schnell eine neue Ecke. Ich habe in den Momenten keine Lust zu meckern. Schade finde ich es trotzdem.

Irgendwo da hinten spielen "The Whitest Boy Alive".


Es hilft mir dann auch nicht, wenn jeder zweite Mann fragt, ob er mich nicht auf die Schulter nehmen solle. Nein, ich möchte meine kurzen Stampferchen nicht um deinen Nacken schlingen, nur um dann das restliche Konzert damit beschäftigt zu sein, nicht runterzufallen, anstatt fröhlich zu tanzen. Und ich weiß, dass das nur gut gemeint ist. Aber gut gemeint ist eben immer noch nicht "gut gemacht".

Was ist denn dann "gut gemacht"? "Gut gemacht" ist ein bisschen Rücksicht nehmen. Natürlich dürft ihr auch mit 2,50 m nach vorne rein und eure Lieblingsband genießen. Aber passt einfach ein bisschen auf, dass ihr währenddessen eure Ellenbogen nicht in die Nase von kleinen Menschen boxt. Das wär was! Und hört auf, euch ständig Sorgen darum zu machen, ob Frau LaGrande auch etwas sehe, um dann festzustellen, wie furchtbar das sei, dass sie nichts sieht. Das ist gar nicht ganz so furchtbar. Wenn ich wirklich etwas vom Bühnengeschehen sehen möchte, dann kriege ich das schon hin. Manchmal finde ich es aber auch einfach nur schön, inmitten von Freunden guter Musik zu lauschen.

2012-08-26

FESTIVAL-LAGRANDE

Ich mag Festivals. Hier befinde ich mich auf dem Bootboohook, das noch bis heute Abend läuft und habe einen Luftballon gefunden. Luftballons sind gut.


2012-08-23

VENEDIG IV.

Und dann ist aber auch mal gut. Hier kommt also der letzte Teil meiner Bilder aus Venedig. Und ich kann immer wieder nur betonen, wie schön diese Stadt ist! Der Mann hat auch wieder einen Film gedreht, den ihr bestimmt bald hier bewundern könnt. Falls ihr Fragen zu Venedig habt (Unterkunft, Anreise, Angucken...), dann schreibt gern in die Kommentare!

So scheint die Sonne auf Venedig,
bevor sie untergeht.
Und weil alles so gelb ist in Venedig, sieht das jetzt schön aus.
Fast wie Gold. 
Ja, es handelt sich im Prinzip um das gleiche Bild wie oben.
Nur dass man hier ein lustiges Kuriosum beobachten kann:
Hunde fahren sehr gerne Boot. Und stellen sich dann als Kapitän nach vorne,
um die Schnauze in den Wind zu halten. Das war goldigst.

Uh, wie romantisch.

Das ist das naturhistorische Museum. Da war ich natürlich nicht drin.
Der Mann und ich saßen aber abends immer gegenüber. Das war auch schön.

Trommelwirbel! In dieser Kirche musste Indiana Jones feststellen,
dass ein Kreuz manchmal doch einen Schatz markiert. Wie großartig ist das!
Ich war da! Und Indy auch. Das ist viel besser als Casanova.
Drinnen fand gerade eine Leonardo da Vinci Ausstellung statt. Für 8 Euro.
Das wollte ich für ein X nicht bezahlen. Aber hey! Ich war da, Alter!

Das ist eine Militärschule. Ich möchte ab sofort auch auf eine
Militärschule gehen. Niedlich.

Nautisches Panorama kurz vor Murano.

Das ist jetzt auch wieder irgendwas mit Militär, fragt mich nicht.
Aber sieht doch schön aus, nicht?!

Eine junge Möwe in Murano. Das könnte ein Kinderbuch sein.
"Die junge Möwe in Murano" - die Geschichte handelt dann von einer Möwe,
die in einer Glasbläserei arbeitet und irgendwann berühmt wird.
Eine, eigentlich die einzige, schöne Kirche auf Murano.
Auf dem Rückweg erklärte ein alter Mann hier um die Ecke seiner Frau folgendes:
"Nein! Ich will nicht! Ich will jetzt hier im Schatten stehen und meine Ruhe haben."
Ich glaube, Loriot ist gar nicht tot. Der wohnt jetzt auf Murano.

Postkartenmotiv. For real. Ich bin so talentiert.

In der Casa Bonita sind wir zweimal essen gegangen. Gut, sieht jetzt nicht so schön aus.
War aber wirklich schön. Wenn die Jalousien oben sind. Und es langsam dunkel wird.
Alles in Venedig ist schön, wenn es langsam dunkel wird.

2012-08-20

NACHTRAG ZU SAT.1. WIE IST SIE DENN NUN, DIE GROSSE WELT?

So. Es ist nicht alles schlecht in der "Großen Welt der kleinen Menschen". Aber ziemlich am Anfang die Melodie der sieben Zwerge (!) aus Schneewittchen zu hören, als der Vater einer Familie (Kleinwüchsiger) Holz hackt, reicht mir eigentlich schon, um die Sendung nicht weiter zu schauen. Ich habe es trotzdem gemacht. Ihr könnt das auch tun: Und zwar hier

Der Grundtenor der Sendung lautet für mich: Alle kleinen Menschen sind "trotz" ihrer Behinderung fast immer sehr fröhlich und meistern ständig "große" (wie praktisch, dass man damit auch so gute Wortspiele machen kann) Herausforderungen. Und natürlich "leiden" auch alle der kleinen Menschen an ihrer Krankheit. Den Redakteuren und Redakteurinnen von Sat.1 sei ganz dringend der Online-Ratgeber leidmedien.de empfohlen, den ich euch vor Kurzem schon vorstellte.

Die Eltern einer der Darsteller sind laut Sat.1 "normalwüchsig" und der Vater sogar "stolze 1,96 m". Was denn nun? Normal oder zu groß? Das Wörtchen "normal" wird meiner Meinung nach sowieso viel zu oft in der Sendung gebraucht. Alles, was Durchschnitt ist, ist laut Sat.1 "normal", alles andere ist also "unnormal". Ab wann ist man bei Sat.1 denn "unnormal"? Haben die da eine Größentabelle in der Redaktion?

Die eine Darstellerin sagt, sie möchte weder ihr Alter noch ihre Größe verraten. Drei Sekunden später blendet Sat.1 ihre Körpergröße ein. So behandelt man also Menschen mit Respekt. Aha.

Was ich gut finde: Die Probleme, die es tatsächlich für kleine Menschen gibt, zeigt Sat.1 auch. Zum Beispiel das Tiefkühlregal. An die Pizza kommt mensch nämlich kaum dran, wenn schon zwei, drei vom Stapel weg sind. Dass Sat.1 gerade, wenn der Mann auf die Truhe klettert, "Step By Step" spielt, macht das ganze zwar schlimmer, aber das Problem gibt es tatsächlich. Und es gibt fast ausschließlich nette Supermarktmenschen. Diese Erfahrung habe ich auch gemacht. Oder die Blicke und wirklich, wirklich (wirklich!) dummen Sprüche der Mitmenschen, die zeigt Sat.1 auch. Und das finde ich gut. Zum Beispiel der olle Oppa, der zu dem Mann im Baumarkt sagt, er solle sich doch auf den Einkaufswagen draufsetzen, das sähe schöner aus. Da möchte mensch fast antworten: "Du siehst gleich schöner aus." Und dann die Faust... lassen wir das, Gewalt ist keine Lösung ;). Und: Sat.1 zeigt auch Paare, bei denen nur ein Teil klein ist. So lernt der Zuschauer wenigstens, dass nicht nur klein und klein zusammen sein kann. Siehe hier:

Lasst euch nicht täuschen: Ich stehe auf Zehenspitzen!
Fazit: Um überhaupt Aufmerksamkeit auf die Probleme kleiner Menschen zu lenken (Einkaufen, Bankautomat, Autofahren, Blicke und blöde Sprüche), ist die Sendung tatsächlich nicht schlecht. Die Frage ist, ob sie etwas ändern wird. Das glaube ich nicht. Leider. Und: Sat.1 hat es trotz allem sehr gut drauf, alles ins Lächerliche zu ziehen. Mit blödsinnigen Songs als Untermalung und Wortspielen aller Art. Das ist schade und macht es schwer, sich die sympathischen Darsteller weiterhin anzuschauen.

Oder wie ein Kollege und ich feststellten: "Zwergen schubsen" haben sie noch nicht gespielt, kann aber noch kommen...

2012-08-17

ACROBAT READERS GEWINNSPIEL


Gewinne, Gewinne, Boys and Girls! Am Sonntag werde ich mich erst voller Abenteuerlust in die Wirren der diesjährigen Documenta begeben, um danach wieder einmal auf liebevollste Art und Weise meine kleine, feine Lesebühne in Göttingen zu moderieren. Und es wird heiß! Draußen. Das bedeutet, ihr nutzt die Sonne tagsüber und kühlt euch dann abends im schönen Nörgelbuff-Keller ab. Wer jetzt noch auf die Idee kommt, auch lesen zu wollen, der schreibe mir oder kommt einfach vorbei! Eintritt kostet zwei Euro. WAS, SO TEUER? Na gut, dann bekommt ihr die Chance einmal zwei Gästelistenplätze zu gewinnen, für dich und eine/n Kumpel/in. Ist das nix?! Schnell bei Facebook Fan werden und hier oder bei Facebook kommentieren. Mitmachen geht bis Samstag 23:59 Uhr. Viel Glück! Und für alle anderen: Die zwei Euro lohnen sich! Versprochen!


2012-08-16

LOS ZAFIROS

Wenn ich Serien oder Filme schaue, höre ich auch immer sehr genau auf den Soundtrack. Bei Breaking Bad habe ich nun Los Zafiros entdeckt. Es handelt sich um eine kubanische Band, die es leider nur von 1961 bis 1970 gab. Aber dank dieses verrückten Internets findet mensch sie heute noch! Ich steh ja auf sowas! Viel Spaß beim Hören!



ZWISCHENRUF: LEIDMEDIEN


Heute ist die wunderbare Seite leidmedien.de online gegangen. Hinter der Seite stecken die Sozialhelden. leidmedien.de ist ein Online-Ratgeber für Journalistinnen und Journalisten, die klischeefrei über behinderte Menschen berichten wollen. Und das ist ziemlich grandios, wie ich finde. Zum Start durfte ich einen Gastbeitrag dazusteuern, den die eine oder der andere schon auf meinem Blog gelesen hat. Das hat mich sehr gefreut und ich wünsche dem Projekt ganz viel Erfolg. Auf dass niemals mehr jemand schreiben oder sagen wird, wie mutig Menschen sind, die TROTZ ihrer Behinderung vor die Tür gehen...! Und hier findet ihr leidmedien.de auf Facebook!




2012-08-14

VENEDIG PART III.

Ein paar Fotos habe ich noch, die ich euch zeigen will. Hier kommt jetzt der vorletzte Part. Im Moment kann ich mir noch richtig vorstellen, wie schön und warm es in Venedig war. Ich hoffe, das geht auch nicht so schnell vorbei. Zwei Dinge sind dem Mann und mir übrigens besonders aufgefallen: 1. Die italienischen Frauen sind absolut stilsicher. Vor allem die alten Damen sehen so unglaublich gut aus! Sie tragen besondere Brillen, tolle Kleider und alle Accessoires passen zusammen. Nicht diese beigen Hosen mit irgendeiner Blümchenbluse... und 2. Die Deutschen sind sowas von hinterher was Technik angeht. In Venedig hatten die älteren Herrschaften nicht nur tolle Klamotten, sondern auch wie selbstverständlich die neuesten Smartphones. Und sie konnten sie bedienen. Außerdem hatte jeder zweite Tourist aus anderen Ländern als Deutschland ein iPad oder ähnliches dabei. Woran liegt es? Technikverdruss oder Angst? Denkt da mal drüber nach, während ihr euch die Bilder anseht!

Das ist irgendein ehemaliges militärisches Gebäude.
Natürlich wieder mit Löwen davor, die sind ja überall.
Und dem filmenden Mann.

Hier sind die militärischen Boote dann wohl reingefahren.

Voll schön. Wie schön ist das bitte? Wunderschön. Mann, ist das schön!

Das ist die Seufzerbrücke. Sie verbindet den Dogenpalast und das Gefängnis.
Nach ihrer Verurteilung mussten die bösen Menschen dadurch gehen.
Weil sie natürlich wussten, was Ihnen bevorstand, haben sie ganz viel geklagt und geseufzt.
 Das hat man gehört. Casanova ist da übrigens auch schon durchgelaufen.
Und ich jetzt auch. Der Unterschied: Ich bin netter als Casanova
und musste gar nicht ins Gefängnis.

Und wieder diese wuchtige Kirche. Die ist aber auch wuchtig.
Und wirklich schön. Von außen. Von innen ein bisschen langweilig.

Häuser, die mit Mosaiken geschmückt sind, waren auch nicht gerade selten in Venedig.

Wie gesagt: Nicht gerade selten...

Das ist eine venezianische Haltestelle.
Hier steigt man in die Vaporettos und fährt irgendwohin.
Mit viel Glück (oder einem kleinen Körper und viel Frechheit) kann man sich
schnell nach vorne schummeln und die besten Plätze im Freien bekommen.

Die kennt wahrscheinlich jeder. Die Rialtobrücke.
Hier in der Nähe haben wir auch gewohnt. Auf der Brücke ist immer Trubel. Immer.

Sonnenuntergang.

Schön.

Ich bin ja nicht so: Ich zeige euch auch private Details. Hier mein Fuß.
Der Mann und ich haben uns abends immer auf einen Steg gesetzt
und Wein getrunken und Obst gegessen. Das war aber auch romantisch.

Diese Häuser befanden sich gegenüber von unserem Steg.

Abends ist es auch recht schön in Venedig.

Fast wie ein Scherenschnitt.