2012-06-30

DIE WOCHE. HOCHSEILÄKTSCHN & THE FACE.

Hinter mir liegt eine grandiose und erlebnisreiche Woche. Am Montag bin ich mal wieder bei der gut aussehenden Fahrerin ins Auto gestiegen und stundenlang in den Süden gefahren. Nach Eichstätt. Eichstätt ist ein zuckersüßes Städtchen, in dem ein paar Menschen wohnen. Diese Menschen werden ab und an mit einem Poetry Slam beglückt. So auch am Montag. Das war sehr schön. Ich hatte Losglück und landete auf Startplatz zehn. Um von dort direkt ins Finale einzuziehen. Im Finale war das Publikum von allen vier verbliebenen Poeten*innen so überwältigt, dass sie uns einfach alle gewinnen ließen. Große-Hippie-Wir-haben-uns-alle-lieb-Schlussszene. Pauline und Hanz moderieren diese Veranstaltung auf gar überfreundlicher und auch erotischer Ebene. Ihr müsst also auch einmal dorthin gehen, wenn ihr mal in der Nähe seid. Am nächsten Tag gingen wir gemeinsam in den HOCHSEILGARTEN. Bereits als wir das Gelände betraten, war die Veranstaltung für mich eigentlich schon gegessen. Ich würde niemals, never ever, auch nur einen Fuß auf eine dieser Leitern setzen, um dann FREIWILLIG tausende Hindernisse zu überwinden und am Ende auch noch mit einer Seilbahn fahren zu müssen dürfen. Na gut, ich hatte nicht mit Pauline gerechnet und so stand ich, ehe ich mich versah, auf der Startplattform. Um dann erst einmal ordentlich zu wimmern, zu zittern und tränenreich zu erklären, dass ich das aus Gründen nicht tun kann. Pauline wandte zahlreiche psychologische Tricks an und plötzlich hatte ich das erste Hindernis überwunden und klebte am Baum, während ich so atmete als sei ich hochschwanger. Irgendwie, und ich weiß nicht wie, habe ich es geschafft, ALLE Hindernisse zu überwinden und nachdem ich auch nur eine Viertelstunde brauchte, um mich davon zu überzeugen, dass meine Sicherung wirklich sicher war und ich mich jetzt einfach mal so abstoße, um darauf zu vertrauen, dass die Seilbahn mich nach unten bringt, hatte ich es auch schon geschafft. Ich war sehr stolz.


Am Donnerstag durfte ich die Bachelor-Präsentation von vier Mädels moderieren, die Kostüm studiert haben. Das war ein Spaß. Ich führte die Zuschauer in einem abgefreakten Outfit durch vier Theaterszenen und trug das beste Make-up ever. Außerdem hatte ich so keine Zeit, mir das Elend der deutschen Nationalmannschaft anzusehen. Die Mädels haben das alle wunderbar gemacht und werden bestimmt später alle steinreich und gefragte Kostümbildnerinnen.


Am Freitag las ich beim Kulturkiosk in Hannover und konnte mich so zumindest eine halbe Stunde lang von der verf*** Sonnenallergie auf meinen Armen ablenken. Im Anschluss wollten Menschen sogar ein kleines, neues Heftchen mit meinen Texten drin kaufen, was ich sehr verrückt fand. Mehr zu diesem Heftchen und wie ihr es bekommen könnt, gibt's nächste Woche. Jetzt muss ich ein bisschen auf dem Sofa sitzen. Habt ein schönes Wochenende!


In Eichstätt macht einfach jeder, was er will. KEINE REGELN!

Wie niedlich diese Stadt einfach ist. Dafür gibt's dort auch nichts.
Nach zehn Minuten hatte ich alle Geschäfte gesehen. Und nichts gekauft.

Theresa hört zu. Van Meer spielt.

Mega Look! So gehe ich jetzt immer aus dem Haus. Nach der Aktion war die
Schaukel das Höchste, auf das ich mich setzen konnte.

Andere waren mutiger.

Wie gesagt: mutiger. Und vielleicht auch komplett bescheuert...

So sah ich während der Moderation im Gesicht aus. Ich mag das. Ich werde dies jetzt öfter tragen. Vielleicht im Büro.

2012-06-27

KULTURKIOSK

Im Moment mache ich viele schöne Dinge. Unter anderem folgendes: Beim Kulturkiosk in der Faust in Hannover erzählen Pauline Füg und ich euch Lyrik- und Prosa-Sachen. Zusätzlich wird grandiose Musik gespielt und danach tanzen wir alle auf einem Bein. Das wird super. Kurz vorher stand ich dem Online-Portal langeleine Rede und Antwort. Solltet ihr also Freitag in, um oder um Hannover herum sein, kommet! Es wird groß.


2012-06-25

ZEE AVI

Durch Zufall bin ich auf Zee Avi gestoßen. Und schwupps, war sie in meinem Herzen. Zee hat eine unglaublich tolle Stimme und macht richtig gute Lagerfeuer-Freunde-Sommer-Musik. Sie kommt aus Malaysien und ist erst 23 Jahre alt. Und außerdem spielt sie Ukulele. Und das tausendmal besser als ich! Sie hat ein Video von einem ihrer ersten Auftritte bei YouTube gepostet, eigentlich nur für einen Freund, der nicht da sein konnte, aber dann, Wunderwelt Internet, entdeckte sie ein Produzent und die Geschichte nahm ihren Lauf. Ob man das immer so glauben kann, ist eine andere Geschichte, aber das ändert nichts an der tollen Musik. Hört unbedingt mal rein!




2012-06-21

ICH MÖCHTE DAS NICHT MEHR.

(Bei diesem Text handelt es sich um ein Frustrationspamphlet, das nicht allzu ernst genommen werden sollte. Ich mag euch alle doch eigentlich ganz gern.)

Ich möchte das nicht mehr.

Alle zwei Jahre nehme ich mir vor, Welt- und Europameisterschaften nur noch eingeschlossen und völlig isoliert vor dem hauseigenen Fernseher zu verfolgen. Danach möchte ich einen eigenen kleinen Krabbelkorso durch mein Wohnzimmer machen und mit zwei Bier (zwei Halbzeiten) ins Bett gehen. Leider bin ich ein sehr netter Mensch und verfüge über eine Vielzahl von Freundinnen und Freunden, mit denen ich ab und an gerne Zeit verbringe. So ergibt sich jedes Mal wieder, dass man die Spiele „unserer“ Mannschaft gemeinsam anschaut. In einer Kneipe, als kleine Hausparty oder im Biergarten. Und dort trifft man zwangsläufig auf eine Spezies, die ich gelernt habe, abgrundtief zu hassen. Es handelt sich um die Menschen, die unaufgefordert jedem folgendes mitteilen: „Ich mag ja eigentlich gar keinen Fußball, aber bei der Weltmeisterschaft/Europameisterschaft gucke ich auch immer.“ Ach. Geht doch bitte einfach nach Hause.

Nicht alle sind so schlimm. Der Mann beispielsweise interessiert sich auch während der genannten Meisterschaften nicht für Fußball. Er nimmt aber trotzdem an den Treffen teil, aus „sozialen Gründen“ wie er sagt. Würde er dies nicht tun, sähe er seine Freunde (und auch seine Freundin) eine Zeitlang überhaupt nie und so trinkt er Bier, trifft Menschen und nebenbei läuft eben Fußball, eine Mannschaft gewinnt und alle gehen heim. Der Mann malt sich nicht an, er trägt keine lustigen Hüte und er hatte auch schon einen Bart, bevor Jürgen Klopp ihn dazu aufgefordert hat.  Das ist ok.

Nicht ok sind die Menschen, die sich kurz vor dem Spiel im Biergarten in meine Nähe setzen und dann erst einmal versuchen herauszufinden, gegen wen „wir“ heute eigentlich spielen.

Ich möchte das nicht mehr.

Es sind Menschen, die nach dem Spiel als erstes sagen: „Puh, das war aber knapp.“ Und: „Der Özil hat aber auch schon besser gespielt.“ Oder: „Warum hat Poldi denn kein Tor geschossen, der schießt doch sonst immer eins?!“ Es sind Menschen, die sich alle darüber einig sind, dass Béla Réthy doof ist, weil ihnen das mal irgend jemand, der neben ihnen stand, gesagt hat. Und die dann bei jedem blöden Kommentatorensatz rufen: „Das ist doch bestimmt der Béla Réthy!“

Ich möchte das nicht mehr.

Es sind Menschen, die nach dem Spiel glückstrunken ob „unseres“ Erfolges über die Straßen taumeln und wenn du sie am nächsten Tag nach dem Spielergebnis fragst, starren sie dich nur ahnungslos an. Es sind Menschen, die nicht einmal wissen, wer der amtierende Welt- oder Europameister ist!

Ich möchte das nicht mehr.

Ein Kumpel von mir schaute mal mit einem Freund ein Fußballspiel. Dieser Freund warnte ihn vorher, er habe gar keine Ahnung von Fußball und tue dies nur aus freundschaftlichen Gründen. Als er meinen Kumpel kurz vorm Anpfiff fragte, für welches Land denn nun die Männer in den gelben Trikots spielen, beschlossen sie beide, dass es auch in Freundschaften Interessensgebiete geben muss, die sich absolut nicht überschneiden. Das ist ok.

Nicht ok sind Frauen, die wie angestochen schreien, sobald sich der Ball auf ein Tor zu bewegt. Auch wenn ein Spieler nur kurz den Ball an den eigenen Torwart zurückgibt. Nicht ok sind Männer, die ohne tatsächlich das Spiel zu verfolgen, nur rumpöbeln und dir versuchen zu erklären, wer hier gerade was falsch gemacht hat oder schwul/bescheuert/hässlich ist. Lasst das doch einfach mit dem Fußballglück. Man kann im Leben nicht alles haben. Und nur ein Mannschaftstrikot zu tragen, weil es dies zufällig zum Niveaduschgel dazu gab, ist nicht cool, sondern armselig.  

Wenn ich jemandem dann erkläre, dass ich aus den genannten Gründen viel lieber die Bundesliga verfolge, werde ich als emotionslos und humorbefreit beschimpft. Ja, mag sein, dass du das denkst. Aber ich lehne mich dann bloß zufrieden zurück. Denn ganz im Ernst, emotionslos und humorbefreit sind die anderen. Nämlich dann, wenn es um richtigen Fußball geht.

2012-06-20

ACROBAT READERS VOL. 256

Ach Menschen, ich freu mich: Am Sonntag ist wieder Acrobat Readers im Nörgelbuff! Ich habe laut ausgerufen, es solle ein Fußballspezial werden, damit auch Fußballfans kommen, anstatt sich das Elend zwischen England und Italien anzusehen. Aber sollte jemand einen fußballfreien Text lesen wollen, so sei es ihm gütig gestattet, weil ich nämlich auch noch nichts zustande gebracht habe so nett bin. Bald verlose ich wieder 1x2 Gästelistenplätze auf meiner Facebook-Seite, also Obacht! Es geht wie gewohnt um 20 Uhr los. Ich freue mich auf euch! Und falls noch jemand mitmachen möchte: Schreib mir!

Kleine Angeber-Info für euch: Wir lesen in einem Lokal, in dem schon Heinz Ehrhardt ordentlich die Schnapsflaschen geleert hat. Wow!


Edit: Hier gibt es ab sofort die Gästelistenplätze zu gewinnen!

2012-06-18

MAYBE. ODER: WELCHEN WEG SOLL ICH GEHEN?

Das von mir sehr geliebte Magazin Yourope hat mal wieder eine großartige gute Sendung gemacht - über die "Generation Maybe". Von dem schrecklich inflationären Gebrauch des Generationen-Stempels mal abgesehen, ist die Sendung wirklich interessant und spricht viele Gedanken an, die mir zur Zeit auch im Kopf herumschwirren. Hier könnt ihr euch die Beiträge auch einzeln ansehen.

2012-06-14

EGOLOTION

Noch mehr Videos von mir selbst. Yeeha! Da müsst ihr jetzt durch. Ich hatte eine eigene kleine Lesung in der zauberhaften Nordstadtbraut in Hannover. Und diese Lesung wurde auf Video festgehalten. Um euch nicht zu überfordern, zeige ich euch zwei Stück und den Rest könnt ihr euch, wenn ihr wollt, auf dem bodenschrubben-Kanal anschauen.

Was ich auf Slams nie darf: Einen Text mit einem Song einleiten. Hier habe ich es versucht, nachdem ich nochmal sehr nervös ins Mikrofon pustete.


Ich trage gerne Glitzerhütchen. Wieso das so ist, erzähle ich hier.

2012-06-13

TURBOSTAAT. UMSONST.

via
Ich bin zwar keine Studentin mehr, aber das hier ist trotzdem erwähnenswert: Der AStA in Hannover veranstaltet gerade zum fünften Mal eine Aktionswoche gegen Rassismus. Zum festival contre le racism gibt es verschiedene Veranstaltungen, die ihr euch alle auf dem dazugehörigen Blog anschauen könnt. Mein Höhepunkt wird das Open Air diesen Freitag. Ab 15 Uhr spielt die Musik im Welfengarten. Und wer kommt? Vor allem die beste aller besten Bands: Turbostaat! ♥
Der Eintritt ist frei, whoopwhoop! Leckeres vegetarisches und veganes Essen gibt's auch vor Ort. Wen sehe ich dort vielleicht?



2012-06-12

WÖRTERSPEISE IN HALLE ♥

Das war schön. In Runde zwei mixten wir einen Biercocktail. Meiner enthielt hauptsächlich Bier. Und Wodka. Ich mag auch meine Frisur.


2012-06-11

I'D RATHER BE SHORT.

Wie ihr ja wisst, habe ich so kurze Stummelbeinchen, dass ich mit Glück bei jedem Metzger noch eine Scheibe Wurst gratis bekomme. Über Fee bin ich auf den Blog von Becky gestoßen und habe mich megamäßig amüsiert. Becky hat gemalt, warum es meistens doch besser ist, klein zu sein. Hier seht ihr meine Lieblinge. Bei Becky gibt es den kompletten Post.

2012-06-08

SO FING DER SOMMER AN.

Die Kneipe war verraucht und schnapsumwittert. Am Tisch saßen wir zu siebt und erzählten uns Dinge und Herzgeschichten. Ich schlug die Hand auf das Holz, kippte das kleine Glas und das Bier gleich hinterher. Den Kopf warf ich zurück und lachte aus vollem Herzen. Irgendwo im Hintergrund lief ein Lied, das auch zum Grey’s Anatomy Soundtrack gehören könnte. Das war der perfekte Moment.

„Meine neue Freundin kommt übrigens auch auf das Festival. Dann könnt ihr euch mal kennenlernen“, sagst du im Auto. „Ich habe mit Konstantin geschlafen“, antworte ich. Autobahnbilder rasen vorbei. Ich ziehe die Beine auf den Sitz und umklammere sie. „Ihr werdet euch bestimmt gut verstehen, sie ist dir sehr ähnlich“, plauderst du weiter. „Ja“, sage ich tonlos. Hat eigentlich irgendjemand geblinkt, als wir falsch abgebogen sind?

Unter Pavillondächern und letzten Sonnenstrahlen zünde ich mir eine Zigarette an und zähle Dosenzischgeräusche. Ich warte auf ein Gefühl. Der Nachbarsjunge erklärt mir theatralisch, dass Hunde gequält werden. In einem Ort auf der Welt. Er zeigt mir dazu die zerrissene Zeitschrift, die er in der Hand hält. Ich schaue gar nicht richtig hin und streichele ihm über den Kopf. So fing der Sommer an.

Wenn man ganz laut Musik hört und dazu Kopf und Glieder so sehr schüttelt, dass man sich fast verrenkt, dann kann man kurz alles vergessen. Der Nachbarsjunge und ich machen das gemeinsam, direkt vor der Bühne, weil es erst Nachmittag ist und wir trotzdem schon vergesslich sein wollen. Danach lassen wir uns auf die Wiese fallen. Er verschüttet zu viel Wein und ich erzähle ihm, wohin die Wolken fahren, die wir oben sehen.

Zurück in der Stadt schwebt Dunst in der Wohnung umher und alles wartet darauf, dass ich etwas tue. Ich sitze auf dem Omasessel am großen Fenster und schaue auf die Straße. Der Gemüsehändler packt den Korb von der alten Dame mit den lilafarbenen Haaren ganz voll. Jetzt muss sein Sohn ihn nach Hause tragen. Auf der anderen Seite fährt die schöne Frau auf ihrem Fahrrad vorbei. Ich muss lächeln.

Dann nehme ich den Adresszettel vom Nachbarsjungen vom Flurregal, schlüpfe in die alten Turnschuhe und verlasse die Wohnung. Für lange.

2012-06-05

WAS FÜR EIN VOGEL BIST DU?

Der Mann und ich schippern jetzt schon vier Jahre gemeinsam durch die Gegend und feierten dies mit Sushi und Kino. Zum Sushi kann ich nicht viel schreiben, das war gut. Aber zum Kino! Das war auch gut. Besser als gut. Wir sahen "Moonrise Kingdom".

Es ist 1965. Sam und Suzy, beide 12 Jahre alt, lernen sich durch Zufall bei einer Theateraufführung in der Kirche kennen. Die beiden wohnen an der Küste von Neu England und fangen an, sich Briefe zu schreiben. Sie beschließen, gemeinsam auszureißen. Sam kündigt seine Mitgliedschaft bei den Pfadfindern und Suzy packt ihren Bücherkoffer und den Plattenspieler ein. Los geht's. Die Story ist schnell erzählt: Die beiden werden natürlich gesucht, gefunden, es gibt ein bisschen drunter und drüber und am Ende wird alles gut. Aber darum geht es gar nicht. Die Bilder! Die Bilder, die Kameraführung, die Musik und die Schauspieler. Alles herrlich! Absolute Starbesetzung, bei der der Mann und ich uns ständig zuflüsterten: Oh, der ist aber alt geworden (Bill Murray!).

Das ganze Setting fand ich sowas von schön. Regisseur Wes Anderson weiß eben, wie es geht. Im Prinzip handelt es sich bei "Moonrise Kingdom" um eine Bildergeschichte, die gar nicht viele Worte braucht. Die Details sind zum Verlieben. Suzys Mutter, die ihre Anweisungen nur mit dem Megafon mitteilt, Suzys Brüder, die im Hintergrund lustig rumzappeln und Tilda Swinton als völlig übertrieben resolute Jugendamtsfrau, die sich selbst immer mit "Jugendamt" vorstellt. Köstlich. Dazu noch ein paar Tiermasken, Nerdkinder und ein lustiger Mann mit roter Mütze: Fertig ist der Hipsterhit des Frühsommers. Ich liebe den Film.

Mich beschlich beim Gucken übrigens das Gefühl, dass es sich bei dem Film um das "My Girl" von 2012 handeln könnte. Wäre ich jetzt erst 10 Jahre alt und würde Vada Sultenfuss nicht kennen, ich würde sein wollen wie Suzy. Ein bisschen schräg, vernarrt in komische Dinge, aber trotzdem ganz toll. Hach. Geht einfach ins Kino!

2012-06-04

VENEDIG, HALLE & UND WIE FRAU SICH NICHT IN DIE STIEFEL PINKELT

Kinder, ich habe ein wunderbares Wochenende hinter mir. Am Freitag fand die Theaterperformance statt, von der ich bereits berichtete. Ich spielte eine Reiseleiterin, die in etwa aussah wie Umbrigde und komplett verwirrt war. Wenigstens war sie nicht mehr nass, denn einen Tag zuvor haben wir mal eben Durchlauf- und Generalprobe in vier Stunden Regen durchgezogen. Beim ersten Mal hat meine Pistole nicht funktioniert, das habe ich natürlich vollkommen geschickt überspielt und beim zweiten Mal konnte ich dann auch ordentlich rumknallen. Außerdem traf ich Menschen, die entweder eine äußerst verrückte Familiengeschichte haben oder die mit mir vor Jahrzehnten gemeinsam in einer Theater-AG spielten. Hat sich also gelohnt.


Am Samstag fuhr ich dann mit einer extrem gutaussehenden und begabten Fahrerin nach Halle. Unser Mädchenukulele feierte Reunion und Ukulele-Göttin Katja veranstaltete zwei Slams. Die Wörterspeise in der Goldenen Rose war ganz und gar zauberhaft. In der zweiten Runde mussten wir einen Biercocktail mixen. Frank überraschte mit einer ulkigen Mischung aus Bier, Milch und Kakaopulver (die tatsächlich schmeckte!) und Pauline holte mit ihrem Cocktail die beste Punktzahl. Ich lag in der Mitte und trank meinen Bier-Wodka-Kirschsaft-Grenadine-Mix am Ende selbst aus. Meine Texte retteten mich ins Finale und ich durfte am Ende sogar die Gewinnertüte mitnehmen! In besagter Tüte packen alle anwesenden Menschen Dinge rein, die sie nicht brauchen oder verschenken wollen. Ich bin jetzt um eine fantastische Porzellankatze, Lavendelbadeöl und diverse Schlüsselbänder reicher. Außerdem bekam ich dies:

How to shit in the Woods. Die Verwackelung
entstand aus der sagenhaften Aufregung,
mit der ich das Buch betrachtete.

Whatever. Ein sehr praktisches Buch, zum Beispiel mit einem Kapitel zu dem Thema "Wie Frau sich nicht in die Stiefel pinkelt". Endlich hat mal jemand etwas dazu geschrieben. Mir ist das zwar noch nicht passiert, aber wer weiß. Vor so einem Unfall ist frau nie sicher. Rezension folgt.

Ich posiere musikalisch übe auf Katjas Küchensofa.
Am Sonntag bekamen wir das wahrscheinlich beste Frühstück in ganz Halle, wenn nicht sogar in ganz Deutschland. Katjas nette Freundin Grit zauberte, kochte, backte und kredenzte. Mit komplett vollem Magen dichteten wir ein paar neue Liedchen und dachten über "Christus Kolumbus" nach. Am Abend entführte Katja uns dann ins "Bewaffel dich". Hier gibt es Waffeln, nette Menschen, weißen Schokoladentrunk und ein Mikro mit Publikum. Poeten gegen Sänger. So ein Knallerteam wie uns konnte man natürlich nicht schlagen. Die Poeten gewannen haushoch und das Publikum wollte mich in der Bonusrunde sehen. Das war wunderbar und ich fühlte mich sehr überzuckert.

Guter schöner Laden. Mit Waffeln, Frozen Joghurt und Eis.
Jetzt komme ich erstmal wieder ein bisschen von meinem hohen Ross runter und erfreue mich der Erinnerung an dieses schöne Wochenende.

Der Kumpel hängt im Bewaffel dich und möchte besucht werden.