2012-05-29

LEINE STATT LAGUNE

Heute hatte ich die erste Probe für eine spannende Theaterperformance. "Hohes Ufer - Reise nach Venedig" ist ein grandioses Theaterspektakel mit Musik, Tanz, Schauspiel und Akrobatik. Was haben Hannover und Venedig gemeinsam? Die Rialtobrücke steht heute an der Stelle, an der sich vor vielen Jahren die ersten Siedler niederließen. Damals hieß die kleine Insel "Rivus Altus" - und das heißt "Hohes Ufer". Das ist der Gründungsname von Hannover. Es gab sogar ein Klein-Venedig in Hannover, fast genau an der Stelle, wo wir spielen. 
Wann? Freitag, 1. Juni, 21:30 Uhr (Einlass 19 Uhr)
Wie viel? Eintritt frei!
Wo? Hinter dem historischen Museum am hohen Ufer
Das ganze ist ein Projekt von Studierenden der Hochschule Hannover. Ich spiele eine Fremdenführerin, die euch, also das Publikum, durch die einzelnen Szenen führt. Und ich darf mit einer Knallpistole schießen. Bäm Bäm!

via hohesufer.blogspot.de

2012-05-28

AUGENKREBS.


Ich lese laut vor. In der kleinen Nordstadtbraut in Hannover. 
Dort gibt es außerdem sehr leckeren Mexikaner (den Drink!). 
Am 6. Juni, um 20 Uhr. Juchhe!

2012-05-26

ICH, DIE MITLÄUFERIN

Jaja, ich bin jetzt auch auf diesen Instagram-Zug aufgesprungen. Ihr findet mich unter @ninialagrande. Aber es macht doch auch so einen Spaß! Solange man nicht besonders Wert auf megaschicken Pixelkram legt, sondern sich einfach nur hip und cool vorkommen möchte, ist das genau das richtige. Seitdem ich dabei bin, halte ich auch viel mehr kurze Momente fest. Und was mache ich mit diesen Momenten? Genau, ich binde sie euch auf die Nase. Allerdings verschone ich euch mit alltäglichen Bildern (die ich einfach unkontrolliert bei Twitter hochlade), sondern nutze es einfach, um euch zu erzählen, was ich so getrieben habe. Das ist auch eine gute Gelegenheit zu bloggen, auch wenn ich mal nicht genug Ideen für Geschichten habe.


 Früher sah es hier anders aus. Jetzt haben sie in der Faust einmal in die Hände 
gespuckt und einen riesigen Rahmen aufgehängt. In diesem Moment lenke ich 
mich von der Aufregung vorm Elektroslam ab, die komplett unnötig war.


 Der Mann und ich planen romantischen Kitsch-Pärchen-Urlaub. Aber eher, 
weil es da so viele Kirchen gibt und nicht weil wir so hyperromantisch wären.

 Diese Stadt hat einen sehr schönen Bahnhof. Interessiert offensichtlich 
nicht viele Menschen, weil keine vor Ort waren. Ich stieg auch 
nur schnell um, auf dem Weg nach Dresden.


 In Dresden trat ich zwischen lauter Kunstblumen 
auf einem Open-Air-Slam auf...


... und gewann einen Häkelkaktus. Einen Häkelkaktus!

2012-05-24

IM KINO: SENIOREN-WG

Ich war mal wieder im Kino. Die anderen zwei gut aussehenden Damen aus Hannover und ich entschieden uns sehr spontan für "Und wenn wir alle zusammenziehen?". Eine gute Entscheidung.


Zwei Ehepaare und ein alternder Brüsteliebhaber, der früher ein großer Gigolo war, ziehen in Frankreich gemeinsam in das große Haus von Annie. Jeder der Protagonisten hat mit dem Alter zu kämpfen. Seien es die typischen Streitigkeiten zwischen Ehepaaren, die schon immer zusammen sind oder ernsthafte Krankheiten, die vor dem Partner verheimlicht werden. Gemeinsam wollen sie sich gegenseitig unterstützen. Zur Auflockerung hüpft irgendwann auch Daniel Brühl ins Bild. Er spielt einen Ethnologie-Studenten, der erst nur mit dem Hund Gassi gehen soll und dann bei den Senioren einzieht, um seine Doktorarbeit über ihr "Projekt" zu schreiben.


Ich kann nur sagen: Hach. Der Film ist wohlig warm und sehr, sehr französisch schön. Die Schauspieler spielen wunderbar, allen voran Geraldine Chaplin als Annie. Ich mochte besonders den unterschwelligen Humor und dass trotz aller Lustigkeit die Realität nicht verloren geht. Als Zuschauerin konnte ich mir am Schluss tatsächlich vorstellen, dass diese Art des Zusammenlebens immer attraktiver werden wird. Natürlich gibt es im Laufe des Films auch wirklich tragische Szenen. Zum Beispiel, wenn Albert, der an Demenz leidet, immer wieder in seinem Tagebuch liest, dass seine Frau schwer krank ist und ihn angelogen hat und es nach fünf Minuten wieder vergessen hat. Wir gingen alle mit dem Gefühl aus dem Kino, dass der Film genau an der richtigen Stelle endete und das ist schön. Wenn ihr also über Pfingsten nicht wisst, was ihr mit eurer Zeit so anfangen sollt, dann schaut euch unbedingt dieses französisch-deutsche Schmuckstück an.


2012-05-21

FLOWERS IN MY HAIR

Jeden Mittwoch stellt Fee tolle Musik auf ihrem Blog vor. Vor zwei Wochen habe ich mir wenige Minuten nach dem Lesen ihres Posts das Album der Lumineers gekauft. Sie spielen den Soundtrack zu der San Francisco Reise, von der ich träume.

Das sind meine Lieblinge vom Album "The Lumineers"!


2012-05-18

WIE ICH EINEN AUFTRITT MIT EINER SEHR SCHLECHTEN KAMERA FESTHIELT.

Krasse Lichteffekte schleichen sich während meines atmosphärischen Textes ins Bild.

Meine Kamera ist ganz großer Dreck. Die kann nichts. Selbst meine 46 analogen Kameras können alles besser als diese digitale. Außer die drei, die noch aus der Zeit vorm Weltkrieg stammen. Aber sie ist in meinem Besitz, zumindest so lange bis sie endlich eine Nachfolgerin bekommt. Deshalb muss ich sie ab und an benutzen. Gestern habe ich das erste Mal versucht, einen Text auf einen Beat zu sprechen. Ich kann sprechen und ich mag Beats. Das waren gute Voraussetzungen. Und was soll ich sagen, es hat sehr gut funktioniert. Menschen überhäuften mich mit begeistertem Lob und ich war sehr glücklich, mich nicht völlig zum Horst gemacht zu haben. Vielleicht probiere ich das irgendwann nochmal. Am Sonntag geht's aber erstmal normal weiter: beim Slam des autofreien Sonntags in Hannover. Dafür muss ich verdammte Kacke wird mir sicher noch ein Text einfallen. Bestimmt. Und nächste Woche fahre ich nach Dresden. Vielleicht kann ja im Osten jemand was mit meiner Kamera anfangen. 


Hier noch mehr des wahnsinnig guten Fotomaterials, das meine Kamera liefert:
Das ist Kunst:


Coole Preise. Poetry Slammer werden immer reich beschenkt. Und ja wir können von einer Maske und einer Schallplatte leben.

Prügelei der Band und daraus resultierender Spaß für alle.

2012-05-16

PRABBELI HEISST REGENSCHIRM

Ich saß gemütlich eingequetscht fünf Stunden lang in der Mitte. Hier haben alle noch auf Susi gehört.
Ich war in Luxemburg. Das ist ein lustiges Land. Es fängt schon damit an, dass ich als Kind immer dachte, dieses Land würde Luxen(!)burg heißen und bestünde nur aus einer Stadt. Das stimmt beides nicht. Es gibt zumindest noch eine weitere Stadt und die heißt Wiltz. Wiltz ist völlig crazy und besteht aus Unter- und Oberwiltz. Die Verbindungsstraße zwischen diesen Stadtteilen war gesperrt und so war Susi, unser Navigationsgerät, sehr überfordert mit ihrer eigentlichen Aufgabe. Die Luxemburger sind aber sehr nett, zumindest die aus Wiltz und nach nur 543 Gesprächen kannten wir den richtigen Weg. Nach "bis zur Tankstelle und danach kommt irgendwas" haben wir auch schon die Location gefunden. Das "Prabbeli" stellte sich als architektonisches Meisterwerk heraus, das hinten dran auch noch einen Irrgarten zur allgemeinen Belustigung beherbergte. 

Die Luxemburger nennen ihr Bier liebevoll Simon, was sich schon mal wesentlich erotischer anhört als Becks oder Wolters. Sie besitzen schöne Teppiche, die sie auf Bühnen platzieren und wissen im Allgemeinen ziemlich gut, wie man Gäste behandelt. Man schenkt ihnen nämlich kleine Blätterteigrollen mit ganz viel Mett innen drin. Sehr gut.


Unser Auftritt war natürlich ganz große Klasse. Man soll sich nicht selbst loben, aber ich denke, wir haben die Messlatte für zukünftige kulturelle Geschehnisse in diesem Land ziemlich hoch gelegt. Zwei Musiker, drei Autorinnen und ein begeistertes Publikum, das in kompletter Zahl einfach dageblieben ist und mit uns Simon getrunken hat. In diesem Zusammenhang stellte sich auch heraus, dass wir nur knapp 500 Kilometer von Hannover aus fahren mussten, um wiederum auf Hannoveraner zu treffen. Die saßen nämlich im Publikum, weil sie seit 15 Jahren in Wiltz wohnen. Von ihnen erfuhren wir auch, dass man als Pädagoge auf jeden Fall nach Luxemburg auswandern sollte, weil man einfach komplett reich wird bei der Bezahlung. Die gesamte Aktion war wirklich schön und so beschlossen wir, zukünftig öfter in dieser Konstellation aufzutreten (also Pauline, Rikje, Simon [nicht das Bier, sondern der Musiker], Julius und ich).

Geschwister beim Soundcheck.
Am nächsten Tag suchten wir den Belgier in Wiltz. Dabei handelte es sich um einen Bäcker, der das beste Olivenbrot im ganz Wiltz bäckt. Der war allerdings, ganz im Gegensatz zu den allgemeinen Regeln in Luxemburg, geschlossen. An einem Sonntag. So mussten wir auf Eclairs ausweichen. Nach einer großräumigen Erkundung des Irrgartens und der Deutung sämtlicher Kunstwerke, die sich in eben diesem befanden, machten wir uns auf den Rückweg. Zum Abschluss stellte sich noch heraus, dass ich immer noch die besten Kaugummiblasen machen kann. War für mich keine Überraschung. Ein schönes Wochenende.


2012-05-10

FÜNF MENSCHEN, EIN AUTO, SPAß.


Ich bereite gerade eine Playlist vor, die man gut stundenlang im Auto hören kann. So etwas kann ich nämlich ziemlich gut. Denn: Am Wochenende habe ich meinen ersten Auftritt im Ausland. Wir düsen von Hannover nach Luxemburg, um den Leuten im Prabbeli den Abend zu versüßen. Wir, das sind Pauline Füg, Rikje Stanze und ich als Autorinnen und Simon Kluth und Julius Füg als Musiker. Oh, was für ein Spaß! Falls also irgend jemand zufällig in Luxemburg sein sollte, kommt doch mal vorbei! Ansonsten werde ich dieses Abenteuer minutiös für euch dokumentieren.

2012-05-07

WENN ES REGNET, KOMMEN GEDANKEN.

Wenn das Wetter schlechter wird, sitze ich gern auf dem überdachten Balkon oder am Fenster und starre Löcher in die Luft. Die passende Musik dazu habe ich jetzt auch gefunden. Aus Island, mal wieder. Ich muss da wirklich mal hin, in dieses Island.


2012-05-05

MISS LAGRANDE AUF DER RE:PUBLICA



So. Drei Tage Internetmenschen und ich. Viele Vorträge, Workshops und viel anderes Tralala. Das beste an der re:publica: Ich habe viele neue Gedanken mitgenommen, die ich demnächst niederschreiben und verbloggen werde. Zum Beispiel, warum im Überblick genau so viele Frauen wie Männer da waren, im Detail aber doch bei den vermeintlich weichen Themen wie den Foodblogs und DIY viele Frauen und bei Wirtschafts- und Unternehmenszeug viele Männer sitzen. Warum ist das so und ist das überhaupt doof? Darüber mache ich mir gerade Gedanken.




Die Organisation war toll. Außer dieses kleine Ding mit dem Internet. Auf einer Internetkonferenz. Aber gut, nächstes Mal. Ich habe viele Leute gesehen, die ich kenne und mich aber nur bei wenigen Menschen getraut, sie tatsächlich anzusprechen. Umso besser fand ich es, selbst angesprochen zu werden (Hallo, Charlott!). Bei vielen Sessions gab's für meinen Geschmack zu viel Kuschelei. Gut fand ich deshalb die Session mit Johnny Haeusler. Da wurde wenigstens ein bisschen gebissen. Besonders gut hat mir außerdem die Delete-Session mit Annina und der PoetrySpam gefallen. Einfach mal antworten, wenn einem gottesfürchtige Kinder aus Afrika angeboten werden. Steffen Seibert hat sich auch charmant geschlagen (wobei mir in der Berichterstattung schon wieder auf die Nerven ging, dass die Frauen ja nur wegen seines Äußeren und seines Charmes da waren). Insgesamt bin ich sehr froh, da gewesen zu sein. Was in meinem Kopf jetzt so rumspukt, dazu in einigen Tagen mehr. Ein Lob noch an alle Besucher und Organisatoren: Ihr seid alle toll. Auch, weil es euch offensichtlich wirklich scheiß egal ist, wie jemand aussieht, spricht, gewachsen ist oder die Haare trägt. Das ARD-Nachtmagazin sollte sich an euch ein Beispiel nehmen (die mögen Vorverurteilungen anscheinend besonders gern).


Jule und ich. Fotografiert von Annina.

2012-05-01

KURZE PAUSE

So, morgen mache ich mich auf die Reise nach Berlin, um das große Klassentreffen der republica zu besuchen! Deshalb werde ich erst am Samstag dazu kommen, die Büchergeschichte auszulosen. Seid mir nicht böse und vergnügt euch so lange mit meinem neuen Text über unseren Ausflug auf's Land. Wen von euch treffe ich in Berlin? Bis zum Wochenende!