2012-03-28

MISS LAGRANDE IM DSCHUNGEL

Liebe Freunde, wenn ich bei papagei.tv nicht im Büro sitze, dann springe ich mit Papageien im Dschungel rum. Das Ergebnis sieht dann so aus. Ich freue mich, wenn ihr uns ein Like schenkt und dem Papageien einen Namen gebt.

2012-03-26

MISS LAGRANDE LIEST

Ich nahm mir einst vor, euch regelmäßig über meinen Literatur-Konsum zu unterrichten. An dieser Stelle also mal wieder eine Übersicht, wie es in meinem Bücherschrank zur Zeit aussieht. Ich habe einige Zeit fast ausschließlich Magazine gelesen, weil ich viel unterwegs war und wenig Zeit hatte, mich Büchern zu widmen. Das ist jetzt wieder anders und ich lese wenigstens abends im Bett immer noch ein paar Seiten, um meine Liste an Büchern, die ich noch lesen will, stetig abzuarbeiten.

Was ich zuletzt gelesen habe (hier zwei Bücher, weil ich die beiden relativ fix hintereinander las):

"Dichter schlachten" von Christian Ritter:

Slams, Poeten, Mord und Totschlag: super. Warum ich das Buch gelesen habe, ist relativ klar. Es geht um die "Szene", in der ich mich selbst sehr gerne aufhalte. Außerdem kenne ich Christian und finde ihn super. So. 

Das Buch:
Nach einem Slam wird eine der Jurorinnen aus dem Publikum tot aufgefunden. Relativ schnell stellt sich heraus, dass das keine Einzeltat war und der Schuldige sich anscheinend mitten unter den Slammern bewegt. Also schleusen sich Björn und Kim, zwei Jungkommissare, in die Slamtour und versuchen, dem Täter auf die Spur zu kommen. Der Fall an sich ist unspektakulär. Macht aber nichts, weil das ganze Drumherum einfach gut ist. Ich habe Slammer, Bühnen und Verhaltensweisen wiedererkannt und an vielen Stellen gelacht. Wer sich für Poetry Slams interessiert, der sollte sich dieses kleine Schmuckstück definitv vornehmen.

"Wachstumsschmerz" von Sarah Kuttner:

Ich mag Sarah. Ich mochte sie schon immer. Weil sie diese gleiche nervige Geste mit ihrem Pony macht wie ich und weil sie mir einfach sympathisch ist. Ihr Vorgängerbuch habe ich auch gelesen und war recht angetan. Also klar, ich passe auch voll gut in die Zielgruppe des neuen Buches und warum also nicht mal reinlesen.

Das Buch:
Puh. Ich fand's recht anstrengend. Die Autorin hat es sich ziemlich leicht gemacht. Man nehme eine leicht verwirrte, aber doch recht liebenswerte Protagonistin, die im allgemeinen überfordert ist mit der Welt und obwohl sie längst über 30 ist immer noch nicht genug Arsch in der Hose hat, um erwachsen zu werden. Dann zieht sie mit ihrem Freund zusammen, der ist ebenfalls überfordert. Die kluge Psychologenschwester und die stille Kunstfreundin geben regelmäßig Ratschläge und dann kommt der alte, kluge Mann um's Eck und macht fast alles wieder gut. Nee, das war irgendwie öde und hätte auch auf fünf Seiten abgehandelt werden können. Sehr sehr schade. Wer diese Mir-geht-es-so-fad-was-soll-ich-mit-meinem-Leben-machen-Geschichten mag: Bitte. Alle anderen brauchen sich das Buch eher nicht zu kaufen.

Was ich gerade lese:


Hier kommt wieder Bandmitglied und Lieblingsslamreisebegleiterin Katja Hofmann ins Spiel. Wir fuhren nach Greven und sie hatte ein Buch von Susanne Heinrich dabei. Wir lasen uns gegenseitig zufällige Absätze vor. Das war schön und zwang mich, nach der Reise das neue Buch zu bestellen. Susanne Heinrich kenne ich außerdem noch aus der Unicum, wo sie in jeder Ausgabe eine Liebesgeschichte mit Ende veröffentlicht. Außerdem hat die Dame eine überaus sehenswerte Webseite.

Das Buch: 
Ich bin noch auf den ersten Seiten. Kurzgeschichten über die Liebe. Bis jetzt gefällt es mir, weil es anders ist. Und ruhig. Und nicht so teeniemäßig wie Frau Kuttner. Aber wer weiß, ich bin ja erst am Anfang.

Habt ihr auch schon eines der Bücher gelesen? Was steht auf eurer aktuellen Liste?

2012-03-25

REISE

So sehe ich aus, wenn ich mit dem Mann aus Partygründen unterwegs bin und mich glücklich fühle, weil jetzt Sommer ist.



2012-03-22

BESTE SOMMERBAND

Angelina hat mich auf The Lonely Biscuits aufmerksam gemacht. Ich liebte die Jungs schon nach dem ersten Song. Ich kann gar nicht mehr auf Stopp drücken. Ein bisschen Sommer, ein bisschen Soul, ein bisschen Hip-Hop, ein bisschen 90er-Kaliforniern-Stimmung und überhaupt. Ich möchte mich jetzt sofort auf ein Skateboard stellen, in den Sonnenuntergang fahren und danach am Strand ein Steak grillen. Hammer. (Und er trinkt Capri-Sonne im zweiten Video. Das ist einfach zu schön.)


2012-03-21

BLOGSTÖCKCHEN


Katharina hat mir ein "Blogstöckchen" zugeworfen und ich mache sehr gerne mit. Dafür gibt's bestimmte Regeln und die sehen so aus:
  1. Verlinke die Person, die Dir das Stöckchen zugeworfen hat
  2. Beantworte die Fragen, die Dir gestellt wurden
  3. Bewerfe anschließend 5 weitere Leute mit dem Stöckchen und stelle ihnen neue fünf Fragen
Ok! Den ersten Punkt habe ich schon mit Erfolg bestanden. Wahnsinn. Jetzt die Fragen.

1. Weshalb hast Du Dich entschieden zu bloggen? Wann war das und was waren Deine Beweggründe?

Vor ewig langer Zeit, als ich noch 15 Jahre alt war und das Internet was ganz Neues und Verrücktes war, da richtete ich mir eine E-Mail-Adresse (crazy Shit!) ein und bei dem Anbieter konnte man auch seine eigene Homepage basteln. Ich tat dies. Im Prinzip war das schon eine Art Blog oder ein Internettagebuch, obwohl es Blogs noch gar nicht gab (ich Trendsetterin!). "Ninia LaGrande" gibt es seit dem 23. März 2009. Mein Blog sollte anfangs nur eine Plattform für Freunde und Familie sein, damit sie meine Texte lesen und meine Fotos sehen können. Mit der Zeit ist die Seite gewachsen und zeigt jetzt alles, was ich so mag/tue/höre/sehe.

2. Welche positiven und negativen Erfahrungen hast Du als Bloggerin gesammelt?

Die positiven Erfahrungen überwiegen bei weitem: Ich habe viele nette Menschen kennengelernt, bekomme tolles Feedback für Online- und Offline-Dinge und höre ab und an, wenn ich meinen Namen sage, den Satz: "Ja, ich weiß, ich kenne dich aus dem Internet." Das ist schon ziemlich cool und irgendwie auch schräg. Ich habe gemerkt, dass man durch Online-Aktivitäten Offline-Dinge verändern kann und ich auch beruflich hat mir mein Blog nur geholfen.
Negative Erfahrungen mache ich nur, und immer wieder, wenn ich mich mit feministischen Themen, sexistischer Werbung und ähnlichem auseinander setze. Wobei das für mich inzwischen aber keine negativen Erfahrungen mehr sind, sondern eher lustige, weil ich die VollidiotenInnen, die mir dann schreiben, gleich in meine nächsten Texte einbauen kann.

3. Welche Technik kommt bei Dir zum Einsatz, wenn Du bloggst? Nutzt Du nur Deinen PC oder auch Smartphones und Tablets? Wie sieht es mit Fotoapparaten, Videokameras und anderen Gadgets und Diensten aus?

Vorweg: Ich bin kein Technikfreak. Ich find's schon wahnsinnig gut, dass ich mit dem Template von Blogspot gut umgehen kann. Zum Bloggen nehme ich mir Zeit. Der Artikel muss am Ende auch gut aussehen und deswegen läuft das alles über meinen Laptop und nicht über's Smartphone. Wenn ich eine Videokamera brauche, kommt die kleine vom Mann zum Einsatz (fragt mich nicht, was das für eine ist) und ansonsten fotografiere ich am liebsten mit einer meiner acht analogen Kameras (die sammele ich nämlich) und scanne die Fotos im Anschluss ein. 

4. Wie verbringst Du Deine Online-Zeit? Wofür nutzt Du das Internet neben dem Bloggen noch?

Aus beruflichen Gründen nutze ich das Internet den ganzen Tag. Privat bin ich natürlich häufig auf Facebook, lese andere Blogs und lasse mich inspirieren, twittere, kümmere mich um Slam-Auftritte, gucke diverse Sendungen in diversen Mediatheken, lese Nachrichten, schlage Rezepte nach, kaufe Klamotten, Bücher und Schmuck ein... das hört sich so abgelutscht an, aber es gibt eigentlich nichts, was ich nicht im Netz mache. 

5. Fühlst Du Dich als Bloggerin von Gesetzesentwürfen wie ACTA (Anti-Counterfeiting Trade Agreement; engl.: Handelsabkommen zur Bekämpfung von Fälschungen) bedroht?

Persönlich bedroht fühle ich mich (noch) nicht. Trotzdem informiere ich mich über diese Themen, versuche mich auf dem neuesten Stand zu halten und bin auch schon gegen ACTA auf die Straße gegangen, weil ich den Protest nach wie vor für richtig halte.


Und nun muss ich noch fünf weitere BloggerInnen mit dem Stöckchen bewerfen und Fragen stellen. 
Puh. Dann bitte: Hamti, Helga, Annina, Elv & Jule.

Hier meine Fragen an euch!

1. Wie nimmst du dir Zeit zum Bloggen? Bereitest du Artikel vor oder schießt du deine Themen raus, wenn sie dir in den Kopf kommen?
2. Was bloggst du lieber, Texte oder Bilder?
3. Minimalistisch oder aufwendig, was ist dir lieber beim Blogdesign? Und: Bastelst du oft an deinem eigenen Blogdesign?
4. Computerspiele! Lieber PC, Konsole oder gar nicht?
5. Und nun, und dies aus eigenem, feministischem Interesse: Welche drei frauengeführten Blogs liest du gerne und warum?

Ich bin gespannt auf eure Antworten!

2012-03-19

KEIN HIPHOP.

Durch ein interessantes Interview bei den Adidas-Mädels bin ich nun auch mal auf Ghostpoet gestoßen. Ich mag ihn. Es ist, als hätte man verdammt gute Slam-Texte mit nem Beat unterlegt und einen Refrain reingezaubert. Nice. Außerdem mag ich seinen Hut.


2012-03-17

LESEN OHNE ATOMSTROM

Der Atomkonzern Vattenfall veranstaltet jedes Jahr die Vattenfall-Lesetage. Viele bekannte Künstlerinnen und Künstler haben leider keine Lust, dass Vattenfall Kunst vereinnahmen möchte und beteiligen sich deshalb lieber an "Lesen ohne Atomstrom". Alle verzichten angesichts der guten Sache auf ihr Honorar. Die 100 prozent erneuerbar stiftung unterstützt die Veranstaltungen.

Am 10. April geht es los, im Altonaer Theater in Hamburg. Dieter Hildebrandt und Roger Willemsen geben die erste von dreizehn Lesungen. Außerdem erwarten euch grandiose Konzerte, unter anderem von meinen Herzenskollegen, den Beatpoeten. Und das Highlight am 16. April: Das Konzert mit Kettcar, Madsen, Ohrbooten, Jan Plewka, I-Fire, Jan Delay, alles zusammen für lächerliche 10 Euro Eintritt.

Ich gehöre zu den BloggerInnen, die die Aktion unterstützen dürfen. Für deren Blog habe ich mir auch etwas ausgedacht. Was das ist, seht ihr bald. Und in regelmäßigen Abständen werde ich mich auf meinem eigenen Blog auch mit dem Thema auseinander setzen. Außerdem online dabei sind Annina, Selim und Christoph.

Kinderchen, ich freue mich, wenn ihr euch mal anschaut, was da so abgeht. Ihr erreicht "LoA" auf dem hauseigenen Blog und natürlich bei Facebook und Twitter. Das komplette Programm für die Anti-Vattenfall-Lesetage gibt's hier in groß und hier in klein:


2012-03-13

ES GEHT AUCH ANDERS

Felix hat mich mal wieder an isländische Musik erinnert und zeigt, dass Emiliana Torrini auch noch etwas anderes kann als Dschungelklänge. Auch wenn die mir ebenfalls gut gefallen haben. Ihre ruhige Seite mag ich sehr.

2012-03-12

WHAT'S UP WITH FEMINISM?

Yourope, das junge Europamagazin von Arte, hat sich mit Feminismus in Frankreich und Deutschland beschäftigt. Ich fand die Reportagen sehr interessant und lege sie euch sehr ans Herz. Drei davon werde ich euch in den nächsten Tagen kurz vorstellen. 

Im ersten Teil geht es um mein Lieblingsmagazin "Missy" und das französische Gegenstück Causette.

2012-03-08

WELTFRAUENTAG

Heute ist Weltfrauentag. Aha, denkt ihr jetzt. Inmitten dieser ganzen Diskussionen zum Thema Quote, Feminsmus 2.0, Sexismus in der Werbung und Frauen und ihre Rolle im Allgemeinen jetzt auch noch das. Ja, genau, jetzt auch noch das. Ein Weltfrauentag ist einfach deshalb noch wichtig und richtig, um Aufmerksamkeit zu bündeln. In allen wichtigen und unwichtigen Medien wird der Tag wenigstens am Rande erwähnt und auf verschiedene weibliche (Problem-)Thematiken in der Welt aufmerksam gemacht. Die Geschichte des Weltfrauentages und wer Clara Zetkin war, das könnt ihr besser bei der Mädchenmannschaft nachlesen. Die haben das schon im letzten Jahr fantastisch zusammengefasst. Trotzdem gibt es auch heute lauter Menschen, die es irgendwie noch nicht gerafft haben. Dazu gehört immer gern die Zeitung mit den vier Buchstaben, die ihre heutige Ausgabe nur von Männern gestalten lässt. WTF? Und die Frau, die Peinlichkeiten und Unwissen in Sachen Feminismus ja schon fast für sich abonniert hat: unsere Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen (sic!) und Jugend. Ich lehne es außerdem ab, heute von dahergelaufenen KommunalpolitikerInnen Blumen anzunehmen, die sich wahrscheinlich auch noch wahnsinnig toll finden, wenn sie einmal im Jahr an "die Frauen" (whatever that means...) denken! Spart euch die Blumen und steckt das Geld lieber in coole Mädchen- und Frauenprojekte.

Passend zum Thema gibt es morgen Vormittag (zwischen 10:45 und 11:00 Uhr) einen kurzen Beitrag auf Bayern2 zum Thema "Feminismus im Netz". Ich pöbel auch ein bisschen mit. Wer nicht in Bayern wohnt, kann sich den Beitrag natürlich auch online anhören.

2012-03-04

IN DREI TEUFELS NAMEN


Für Pauline, weil sie mir von Katzenhaaren erzählte.

Eins.

Wenn einmal eine Katze in einer Wohnung gelebt hat, dann bleiben ihre Haare für acht Jahre dort. Die Katze ist schon ausgezogen, tot oder geflüchtet und ihre Haare sind immer noch da. Für acht Jahre. Allergiker merken das. Allergiker ziehen also in eine Wohnung und niesen und bekommen dicke, rote Augen und wissen nicht, warum. Der aktuelle Mieter hat keine Katze, niemand im Haus hat Katzen und trotzdem stimmt hier irgend etwas nicht.
Wenn Katzenhaare acht Jahre bleiben, wie ist das dann beim Menschen? Spüre ich dich auch nach acht Jahren noch in dieser Wohnung, obwohl du längst weg bist?

Fremde Wohnungen riechen komisch. Als Kind wusste ich immer ganz genau, welche Familie wie riecht. Nur von meiner eignen Familie wusste ich es nicht. Wir riechen nicht. Wir riechen aber doch, nur wir können ihn selbst nicht erriechen, den eigenen Geruch. Ich fand diesen Gedanken als Kind absolut furchterregend. Möglicherweise stinken wir, aber wir merken es nicht. Denn, wenn man mal ehrlich ist, so richtig gut hat es doch nirgends gerochen. Eine bestimmte Nuance war immer fremd. Eine Nuance, an der man bemerkt hat, ich bin hier zwar schon oft gewesen, aber eben immer zu Besuch. Deinen Geruch mochte ich sehr gerne. Vielleicht ist dein Geruch ja die Katzenhaare in unserer Wohnung. Wenn ich deinen Geruch rieche, bekomme ich nämlich auch dicke, rote Augen. Dein Name steht immer noch unsichtbar auf allen Wänden. Und ich schrubbe ihn weg wie hässliches Graffiti. Aber es wird nie richtig weiß. Und acht Jahre sind noch lange nicht vorbei.

Zwei.

Der Trauerschwan oder Schwarzschwan ist eine monotypische Vogelart aus der Gattung der Schwäne und der Familie der Entenvögel. Er ist der einzige fast völlig schwarze Schwan und hat außerdem den längsten Hals aller Schwäne. Dieser Schwan sieht nicht aus wie die anderen und hat trotzdem etwas Tolles an sich. Ich denke, dass der Schwan selbst gar nicht bemerkt, wie vorteilhaft sein langer Hals ist. Womöglich findet er sich selbst ein bisschen langweilig und vielleicht auch hässlich. Ich mag andere Dinge. Ich würde dem Schwan gerne sagen, wie hübsch er ist. Aber er spricht nicht meine Sprache. Trauerschwäne brüten in Kolonien. Sie errichten einen großen Nesthügel, der meist inmitten eines seichten Gewässers liegt. Sie benutzen dasselbe Nest jedes Jahr wieder und bessern es nur so weit aus, wie es notwendig ist. Wie andere Schwäne ist diese Art streng monogam.
Wir bessern es nur so weit aus, wie es notwendig ist. Wir streichen nur die Oberfläche, ohne die alten Tapeten abzuziehen. Das ist viel Arbeit. Zu viel Arbeit für zwei, die sich so einfach wie möglich arrangiert haben. Zwei, so glücklich wie nötig. Und wie alle anderen bin ich überhaupt gar nicht monogam.

Drei.

Wenn man einem Hahn den Kopf abschlägt, dann lebt er weiter. Kopflos begibt er sich wieder unter seinesgleichen, stolziert herum und versucht zu picken. Wenn man einen Regenwurm in zwei Teile teilt, kann der Teil, an dem sich der Kopf befindet ebenfalls weiterleben. Der Regenwurm vermisst seinen anderen Teil nicht einmal. Ich bin immer noch ganz und trotzdem kopflos. Unsere Freunde sind wie Seepferdchen. Und ich kenne kein Tier, das so ist wie du. Und das hilft mir nicht. Ein Rettungsanker würde mir jetzt helfen. Du auf einem Segelboot mit weißem Segel. Ich habe die Tapeten nicht gesehen, sondern reiße ganze Häuser ein. Der Boden öffnet sich und verschluckt sie mit mir. Drei Leben, ein Knall. Und ich habe vorher nicht einmal flüsternd gewarnt.

ICH BIN AVANTGARDE.

Der Mann und ich waren bei einem Hauskonzert. Eine befreundete WG ist vollgepackt mit künstlerischen Menschen und die haben ein nettes Konzert veranstaltet. Das Haus bietet sich super dafür an, weil es eine alt-herrschaftliche Atmosphäre versprüht. Die Musik war klassisch, dafür gab's parallel audiovisuelle Kunst von Cendra. Schön, spannend und anders. Falls ihr mal die Gelegenheit habt, so etwas zu erleben, nehmt sie wahr!



2012-03-01

PORTRÄT

Ich war auf Kölner Bühnen und es war schön. Falls ihr mal in Köln übernachten wollt, bucht euch unbedingt in die Wohngemeinschaft ein. Ein besseres und netteres Hostel gibt es nicht.


©
Holger Karl