2011-05-30

Wer spricht da? Diesmal: Annika Blanke

Wer bist du und was machst du?

Ich bin Annika und ich versuche mir und anderen ein wenig die Welt zu erklären.

Wann hast du mit dem Slammen angefangen?

Das erste Mal auf einer Slambühne stand ich 1999 bei einem Kulturfestival in Ostfriesland, da war ich 15 Jahre alt. Damals hatte ich den „Performance-Aspekt“ des Ganzen noch sehr unterschätzt und wollte einfach mal meine Texte vorlesen… wieder auf die Bühne getraut habe ich mich dann während des Studiums in Osnabrück, das müsste so Ende 2004 gewesen sein. Von da an dann immer wieder, und seit 2007 dann auch immer öfter!

Was bedeutet „Poetry Slam“ für dich?

In erster Linie Bauchkribbeln und immer viel Neues: Neue Gesichter, neue Texte von anderen, neue Stimmungen, neue Inspirationen! Und viele durchgestrichene Textzeilen und Stoppuhr-Sessions. Daneben sehe ich es aber auch als Medium, in dem ich mich Zuhause fühle und durch das ich mich ausdrücken kann.

Wenn du dich entscheiden müsstest: Lyrik, Prosa oder ganz was anderes?

Privat Lesen: Prosa (Finn-Ole Heinrich, William Faulkner, Michael Ende, Erich Kästner…) oder Drama (Dürrenmatt, Soeren Voima, Brecht…).
Privat Hören: Lyrik (Andrea Gibson).
Schreiben: Alles bunt gemischt, meistens aber Prosa.

Dein perfekter Tag?

… beginnt mit einem heißen Schoko-Cappuchino im Bett und endet mit einem guten Buch auf dem Sofa! Dazwischen: Freunde treffen, lecker Essen oder kochen (mit asiatischer Küche kann man mir immer eine Freude machen – und meine Scampi-Spaghetti sind eine Wucht! Man soll sich zwar nicht selber loben, aber wer es nicht glaubt, kann sich ja mal von mir bekochen lassen! :) ) und mit den besten Freunden auf dem Balkon quatschen bis alle müde sind.

Der beste Satz, den du je geschrieben hast?

DEN besten Satz habe ich noch nicht gefunden, bis dahin tut’s dieser:

„Es heißt, wenn man nicht weiß soll man nichts sagen - aber ich hab Angst, dass ich grad dann für immer schweig.“

Hast du literarische Vorbilder?

„Vorbilder“ ist ein großer Begriff, vom Stil her haut mich Andrea Gibson (USA) immer wieder um – vielleicht aber auch, weil das so ganz anders als meine Vortragsweise ist. Leute, die ohne erhobenen Zeigefinger Menschen zum Nachdenken bringen können (z.B. in den absurden Alltagsbeobachtungen eines Loriot) finde ich fantastisch; Ich bin generell ein Fan von Leuten die ihre Meinung vertreten und etwas zu sagen haben, denn vom Rest gibt es schon genug auf dieser Welt!

Welche Fragen hätte ich dir noch stellen sollen (plus Antwort, bitte)?

1) „Warst du echt schonmal auf’m Wacken“ – „Ja, sogar mehrmals!“
2) „Darf man sich dich als glücklichen Menschen vorstellen?“ – „Ja, oft schon.“
3) „Hast du echt eine eigene Lesebühne“? – „Ja, in Oldenburg. Sie heißt METROPHOBIA und die organisiere ich zusammen mit dem wunderbaren Christian Bruns! Nächster Termin: 29.06., Gäste: Andreas Weber und Matthias Reuter (metrophobia.de)!“
4) Magst du Schleichwerbung? – „Nein, igitt, sowas finde ich ganz niveaulos!“´

Welche Frage darf man dir nie stellen?

„Dürfte ich mal deinen Ausweis sehen?“

Das ist ja alles schön und gut, aber wo kann ich dich denn jetzt im Netz finden oder deine Texte lesen?

Im Netz: Annika Blanke
Bei YouTube: Mädchenlyrik
Im Buch: In den Lesebüchern des Stellwerck-Verlags & im Punchliner Nr. 6 des Verlag Andreas Reiffer (den es für alle Braunschweiger übrigens auch in diesem grandiosen Laden zu kaufen gibt; Anmerkung der Bloggerin)
Mein Roman folgt hoffentlich bald…
Meine neue CD und meinen Lyrikband gibt es direkt bei mir und am besten per Email.

2011-05-23

Wer spricht da? Diesmal: Tobi Katze

Wer bist du und was machst du?

Mein Name ist Tobi Katze – und ich mache Literandale!

Wann hast du mit dem Slammen angefangen?

2001

Was bedeutet „Poetry Slam“ für dich?

Poetry Slam ist für mich eine Plattform. Da kann ich gleichgesinnte Menschen finden, gleichzeitig allerdings auch das Publikum schnell und unkompliziert mit meinem Kram in Kontakt bringen. Slam ist für Schriftsteller, was myspace für Musiker sein sollte. Leider ist myspace sozusagen tot. Slam allerdings nicht. Slam lebt und atmet und gewinnt immer mehr Akzeptanz als ernstzunehmende "Kunstform". Und Slam ist letztendlich die Slamily. Großartige Gemeinschaft toller Menschen, die eint, dass sie alle für dieselbe Sache brennen: Literatur. Und ein Haufen Verrückter mit zu viel Freizeit, die in Zügen und auf Bühnen verpulvert wird. Wie sympathisch.

Wenn du dich entscheiden müsstest: Lyrik, Prosa oder ganz was anderes?

Ich kann mich nicht entscheiden. Um Prosa aufzugeben, erzähle ich zu gerne Geschichten. Prosa ist toll, da weitschweifig und bunt. Lyrik ist viel präziser in seiner Natur, dabei allerdings nicht mechanisch, sondern lebhaft und sprachgewaltig. Beides ist Literatur, warum sollte ich mich da entscheiden wollen? Ich liebe sowohl Prosa als auch Lyrik, könnte nie ohne…

Dein perfekter Tag?

Neben hübscher Frau aufwachen, bei Kaffee auf dem Balkon gemütlich schreiben, dann bei Sonnenschein ab auf den Kanal, später dann komfortabel in eine großartige Stadt reisen (zum Beispiel…Bremen), dort dann für unfassbar viel Geld auftreten, die Leute begeistern, andere Poeten treffen, bei einem Bierchen danach quatschen, neben hübscher Frau einschlafen (kann auch die vom Anfang sein).

Der beste Satz, den du je geschrieben hast?

Ui. Schwierige Frage. Ich glaube, ich werde einfach meinen liebsten Satz hier hinschreiben, ob der gut ist, da will ich mir kein Urteil erlauben, aber es ist ein recht schöner Satz aus meinem Krimi "Tauwetter":

Die Sonne kämpfte sich durch die nikotinverschmierten Fenster meiner Küche und zog Schlieren auf den Kacheln.

Hast du literarische Vorbilder?

Aber sicher. Max Goldt. Lem. Chandler. Paul Auster.

Welche Frage hätte ich dir noch stellen sollen (plus Antwort, bitte)?

Willst du nicht mal langsam ein Buch rausbringen?

Ja, sicher. Müsste dann nur noch einen coolen Verlag finden. Oder ein cooler Verlag mich. Bis dahin schreibe ich weiter an meinem Krimi "Tauwetter" mit meinem Lieblingshelden Bernd Kies und an einem "lustigen" Buch mit dem wundervollen Arbeitstitel "Sub(p)rosa – Hafenschenkengeschichten". Vielleicht nenne ich es auch anders. Wenn mir ein besserer Titel einfällt. Soll ja vorkommen.

Welche Frage darf man dir nie stellen?

Schriftsteller also, hmm? Und was arbeitest du so?

Das ist ja alles schön und gut, aber wo kann ich dich denn jetzt im Netz finden oder deine Texte lesen?

Im Netz: http://www.derkatze.de/
Bei Facebook: Tobi Katze
Bei YouTube: Tobi Katze
Ja. Aber am besten findet man mich auf der Bühne. So siehts aus!

2011-05-16

Wer spricht da? Diesmal: Schriftstehler

Oh, ich habe mir eine neue, schnuckelige Rubrik ausgedacht. Sie heißt "Wer spricht da?" und soll euch SlammerInnen vorstellen, die ich gut und vorstellenswert finde. Jede Woche findet ihr jetzt hier ein kleines Interview und Links über tolle, gutaussehende Menschen. Und ich bin sehr, sehr stolz, dass ich für das erste "Wer spricht da?" einen grandiosen Menschen gefunden habe: Schriftstehler aus Hamburg. Ich hoffe, ihr habt Spaß mit der neuen Rubrik. Und seid sicher: Da kommt noch einiges auf euch zu! 




Wer bist du und was machst du?

Wer ich bin frage ich mich fast täglich, komme aber zu keinem Ergebnis. Mein Künstlername lautet „Schriftstehler“, bürgerlich höre ich auf den Namen Armin Sengbusch. Ich bin Autor, Musiker und Fotograf. Klingt jetzt sehr nüchtern, ist aber meistens berauschend.

Wann hast du mit dem Slammen angefangen?

Im April 2009, den Tag weiß ich aber nicht mehr genau. Irgendetwas zwischen 1 und 30.

Was bedeutet „Poetry Slam“ für dich?

Eine Möglichkeit, verfasste Texte einem breiten Publikum vorzutragen sowie eine Menge Vielfalt und dummerweise habe ich auch noch einige sehr interessante Menschen kennengelernt.

Wenn du dich entscheiden müsstest: Lyrik, Prosa oder ganz was anderes?

Ich schreibe am liebsten großflächig – aber wenn ich mich für eine Textform beim Poetry Slam entscheiden sollte, dann wählte ich irgendetwas Gereimtes. Lyrik wäre das im Übrigen nicht...

Dein perfekter Tag?

Sushi, Sex und Schreiben - in sich wiederholenden Wellen.

Der beste Satz, den du je geschrieben hast?

Ich bin nur die Zündschnur zu den Bomben in den Köpfen anderer.

Hast du literarische Vorbilder?

Nein.

Welche Frage hätte ich dir noch stellen sollen (plus Antwort, bitte)?

Wie lange machst Du das alles schon? Seit 28 Jahren.

Welche Frage darf man dir nie stellen?

Kann man davon leben?

Das ist ja alles schön und gut, aber wo kann ich dich denn jetzt im Netz finden oder deine Texte lesen?

Im Netz: http://www.schriftstehler.de/
Bei Twitter: Schriftstehler
Bei Facebook: der.schriftstehler
Bücher gibt es bei Amazon oder in jeder Buchhandlung unter Armin Sengbusch.