2011-07-19

Zweiter Zwischenstopp: Vilnius. Und Užupies.

Vilnius ist für mich die Stadt der Gegensätze gewesen. Viele völlig verschiedene Kirchen, völlig verschiedene Stadtviertel und vor allem völlig verschiedene Menschen. In Litauens Hauptstadt hat mir Užupies am besten gefallen. Užupies (ausgesprochen geht das ungefähr so: Uschupiis) ist ein Künstlerviertel am Rand der Altstadt von Vilnius. Das Viertel hat sich als Kunstaktion vor einiger Zeit zur unabhängigen Republik ausgerufen. Partnerviertel ist zum Beispiel, wie passend, Montmartre in Paris. Wie ein anständige Republik hat auch Užupies eine eigene Verfassung, eine eigene Flagge und einen Präsidenten. Das Café Užupies Kavine (in dem wir zweimal sehr lecker gegessen haben) ist das Parlamentsgebäude. Im ganzen Viertel herrscht eine tolle Stimmung, irgendwie möchte man sofort anfangen zu malen oder sonstwas Künstlerisches zu tun. Aber auch der Rest von Vilnius ist wirklich sehenswert. Gewohnt haben wir in einem sehr schönen B&B und wer sich jetzt wundert, dass wir erst in Vilnius waren, obwohl doch Riga noch dazwischen liegt: Ja, als wir gebucht haben, ist Ryan Air noch nicht ab Vilnius geflogen, deswegen mussten wir von Riga zurückfliegen und erst Vilnius besuchen. Zwischen den Städten sind wir übrigens mit Bussen gereist. Sehr luxuriös und sehr günstig. Nun aber los mit der nächsten Fotoflut.


Das ist die Kathedrale St. Stanislaus. Mit ausgelagertem Glockenturm. Lustig.


Ja, mei, als hätten die das absichtlich gemacht mit diesem Kreuz und dem Sonnenschein...

Die Brücke in mein Lieblingsviertel. Hier schließen Hochzeitspaare (die es übrigens zuhauf gab!) ein Schloss, meistens graviert. Den Schlüssel schmeißen Sie dann ins Wasser. Nicht, dass man es sich nochmal anders überlegen kann.



Die Verfassung. Hängt dort in vielen Sprachen und ist unglaublich cool. Alle Punkte könnt ihr hier nachlesen.

Eingangsschild.

Unheimlich unheimlicher Saal in der Uni. ÜBERALL Bilder. Überall. Und was für welche. Folter, Robotermenschen.


Die unieigene Kirche.

Kirche von innen. Und dann üben da auch noch zwei Frauen das Opus Dei für eine Hochzeit. Ich habe heimlich ein bisschen geweint. Das war vielleicht schön.

Die nächste Stadt von oben. Diesmal gab's nen Fahrstuhl!




In der Kirche St. Peter und Paul. Sowas habt ihr noch nicht gesehen! Überall Stuck. Das war wirklich beeindruckend!

Das ist die Burg in Trakai. Trakai war früher Hauptstadt Litauens. Jetzt gibts da noch die Burg und kleine, süße Häuser. Und viele Besucher.


Kommentare:

  1. Sehr spannend Bilder zu sehen, die man selbst fast genau so erst vor wenigen Tagen machte.
    Der Fahrstuhl fährt jedoch nicht bis auf den Burgturm, der Aufstieg lohnte sich. Ich war zu einer Hochzeit in der Peter und Paul Kirche dort um nahe Trakai uu feiern. Es war schön aber freu Dich auf Riga, das Leben abends auf Plätzen dort ist bezaubernder.

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  2. Ach und achte in Riga (am kleinen Hügel, nahe dieser Säule) auf die Brücke: die steht Köln wenig nach, auch wenn der Brauch, die Braut über eine (früher: 7) Brücken tragen zu müssen, eher aus Litauen stammt.

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