2011-06-20

Wer spricht da? Diesmal: Marc Domin


Heute ein kleines Spezial! Von Benjamin habe ich ja schon geschwärmt. Jetzt kommt hier sein Kumpane Marc Domin. Nach eigener Aussage ist er kein Slammer. Und deshalb ist das jetzt hier ein Spezial. Denn Marc ist toll. Und dann wird diese Rubrik eben kurz ein bisschen umgewandelt. Und gilt heute auch für Untergrund-Literaten aus Wolfsburg.

Wer bist du und was machst du?

Ich bin Marc Domin und schreibe und lese und lese vor. Von Songtexten über Gedichte
bis hin zu Kurzgeschichten der etwas anderen Art.

Wann hast du mit dem Slammen angefangen?

Ich bin ja kein Slammer im eigentlichen Sinne. Ich sehe mich eher als
Geschichtenerzähler, Provocateur und Untergrund-Literat. Begonnen hat es trotzdem im
Jahre 2006 mit einem Slam in Wolfsburg (Café Zakk).

Was bedeutet „Poetry Slam“ für dich?

Wenn ich ehrlich bin, nicht sonderlich viel. Das Format tendiert aus meiner Sicht zu sehr
in Richtung Mainstream und viele Slammer unterscheiden sich teilweise nur noch durch
ihre Namen. Poetry Slam ist meines Erachtens eine Untergrundsache. Da haben
einstudierte „Performances“ nichts zu suchen. Aber es gibt natürlich immer wohltuende
Ausnahmen, sozusagen die „Punks“ unter den Literaten. Spontan würde ich sagen
Dominik Bartels, Sven Kamin und ich...

Wenn du dich entscheiden müsstest: Lyrik, Prosa oder ganz was anderes?

Prosa. Obwohl Lyrik... Ich bin da nicht so festgelegt. Ich mische es manchmal.

Dein perfekter Tag?

Wenn meine kleine Tochter erstmals Papa sagt! Und ich dann abends ein eiskaltes Bier
trinke, weil ich mir ja nachmittags mein Traum-Motorrad gekauft habe! Und Tom Waits
läuft im Radio und Shane Mac Gowan hat bei meinem Hörbuch den „Gefällt mir“-Button
geklickt. Und mein Kumpel Benjamin ruft an und sagt: „Hey Marc! Shane Mac Gowan
gefällt unser Hörbuch!“ Und ich sage: „Ich weiß, und meine kleine Tochter hat heute
erstmals Papa gesagt“!

Der beste Satz, den du je geschrieben hast?

Es wäre gemein den anderen Sätzen gegenüber, einen ganz speziellen hervorzuheben.
Aber ich mag: „Manche Sachen sind fiktiv, andere habe ich mir einfach ausgedacht“.

Hast du literarische Vorbilder?

Nein.

Welche Frage hätte ich dir noch stellen sollen (plus Antwort, bitte)?

Welches ist denn eigentlich dein Traummotorrad? Antwort: Royal Enfield Bullet 500.

Welche Frage darf man dir nie stellen?

Sag mal, hast du zugenommen?

Das ist ja alles schön und gut, aber wo kann ich dich denn jetzt im Netz
finden oder deine Texte lesen?

Am besten erreichst du mich unter Facebook
Lesen und hören kann man mich auf den Auftritten, Slams oder anderen Verrücktheiten, die ich so mache.

Was er nicht verraten hat: Es gibt auch ein neues Buch mit Marc's Texten. Das heißt "Jenseits von Gut", hält, was es verspricht und man kann es hier online kaufen oder hier offline kaufen.


1 Kommentar:

  1. Gefällt. Ich habe eben spontan "Jenseits von gut" bestellt und hoffe, dass es die nach diesem Interview sehr hohen Erwartungen erfüllt ;)

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