2016-06-20

ZU GAST BEI PUFPAFFS HAPPY HOUR

Gestern lief die 30. Folge von Pufpaffs Happy Hour and guess what? Ich durfte auch das erste Mal dabei sein! Vor allem meine Jacke und mein Make-up haben mir gut gefallen. Der Rest auch. Aber man ist ja selbst immer so überkritisch und findet in jedem Fitzelchen noch etwas, das man verbessern könnte. Also nicht man, sondern ich. Aber so ist das. Wenn ich jetzt noch lerne, kürzere Texte zu schreiben, damit ich zwischendurch auch mal atmen kann und am Ende nicht fluchtartig die Bühne zu verlassen, sondern Applaus abzuholen, dann, ja dann fand ich mich selbst schon ganz knorke.

Für alle, die neu hier sind: Den Text gibt's natürlich auch in meinem kleinen Büchlein, das ihr am besten hier käuflich erwerben könnt.

Die ganze Folge von gestern seht hier hier. Nur mich sehr ihr hier:

2016-06-17

#KEINZWERG – WARUM DIE DISKRIMIERUNG VON KLEINWÜCHSIGEN IMMER NOCH KEIN DING AUS DEM LETZTEN JAHRHUNDERT IST

Edit: Inzwischen hat sich die Süddeutsche zumindest für einen Teil des Artikels entschuldigt. Ich bin immer noch enttäuscht, dass Zips selbst sich nicht in der Lage sah, dazu Stellung zu nehmen und würde immer noch gerne mit ihm mal einen Kaffee trinken. Im Artikel stehen noch viele schwierige Formulierungen, aber ich bin froh, dass nach diesem Druck zumindest irgendeine Reaktion kam. Die Kommentare unter dem Statement bei Facebook zeigen deutlich, dass wir noch einen langen Weg vor uns haben, genau wie die Kommentare beim Vice- und BILD-Artikel. Ich freue mich mit Michel, dem BKMF, leidmedien.de und Andi, dass unsere nachdrücklichen Forderungen was gebracht haben und bedanke mich bei allen, die Fotos gepostet haben, Artikel geshared und sonstwie supportet haben. Ich mache jetzt Wochenende und arbeite an meinem märchenhaften Zauber!

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Immer, wenn ich Freund*innen von der "Liliputaner-Action" aus dem Jahr 2013 erzähle oder, wenn ich versuche, zu erklären, warum ich nur ob meiner Körpergröße keine Märchenfigur bin, können diese kaum fassen, was für diskriminierende und beleidigende Erlebnisse kleinwüchsige Menschen heutzutage noch erleben müssen. Natürlich können sie das kaum fassen. Weil ich mit coolen Menschen befreundet bin. Es gibt aber auch andere, die meinen, auf entsprechende Art und Weise über Menschen mit Kleinwuchs zu berichten, sei vollkommen in Ordnung. Dazu gehört Journalist Martin Zips. Er nahm den Tod des Schauspielers Michu Meszaros zum Anlass, andere Schauspieler*innen mit Kleinwuchs zu "würdigen". Ich schreibe das in Anführungszeichen, weil ich nach dem ersten Lesen wirklich nicht wusste, wohin mit meiner Wut. Auch jetzt noch, zwei Tage danach, bin ich stinksauer und könnte hier beim schreiben direkt losheulen.

Hier ein kleiner Ausschnitt aus dem Artikel (der ganze andere Rest ist aber auch schlimm):

"Kleinwüchsige begeistern schon deshalb, weil von ihnen ein märchenhafter Zauber ausgeht. Weil sie wie Erwachsene wirken, die man in Kinderkörper gesteckt hat. Weil sie sich ähnlich komisch bewegen wie die schlaksigen Riesen Stan Laurel oder Jacques Tati. Weil ihre Stimmen piepsen als hätten sie Helium eingeatmet. Die Tonlage von Kleinwüchsigen ist meist noch höher als die von Frauen. Das ist beeindruckend für all jene, die ihren Stimmbruch überstanden haben."

Ich weiß nicht, ob Zips vorm Schreiben auch Helium einatmet. Aber irgendwas muss passiert sein, bevor er sich hingesetzt hat, um diesen Artikel zu schreiben. Und irgendwas muss doch dann auch bei denen passiert sein, die diesen Artikel veröffentlicht haben. Wie viele Redaktionsmitglieder lesen denn einen Artikel, bevor er freigegeben wird? Wie kann es passieren, dass so ein Text durchgewunken wird?

So ein Text:

"Dank an alle Hobbits, Liliputaner, Schlümpfe und Zwerge."

Das ist keine Würdigung. Das ist vermutlich der beleidigendste Bullshit, den ich in den letzten Jahren über Kleinwüchsige gelesen habe. Besser war nur der Forumsbeitrag über einen Freizeitpark in Rheinland-Pfalz, der sich sich über das Delfinarium aufregte, aber das Zwergendorf ganz toll fand. (Übrigens ein ganz toller Artikel vom Süddeutsche Magazin, vielleicht sollten sich die Kolleg*innen mal austauschen.)

leidmedien.de waren die ersten, denen die Formulierungen im Artikel auffielen. Danach verbreitete sich der Ärger rasant über Facebook und Twitter. Twitter-User Markus Flum hatte die Idee zu einer Fotoaktion, die viele kleinwüchsige Menschen gerne nachmachten. Daraus bildete sich der aktuelle Hashtag #keinZwerg, unter dem ihr den Ärger nachlesen könnt und viele Fotos von tollen Menschen sehen könnt.

Der Bundesverband Kleinwüchsige Menschen und ihre Familien, in dem ich auch Mitglied bin, postet ebenfalls viele tolle Fotos von Verbandsmitgliedern. Außerdem will der Verband eine Beschwerde beim Presserat einlegen. Ich kann das nur intensiv unterstützen.

Michel Arriens, ein Freund von mir und ebenfalls kleinwüchsig, hat auch sehr viel bei Twitter und Facebook gepostet. Er schrieb unter anderem einen tollen Artikel für ze.tt darüber, dass Kleinwüchsige keine Märchenfiguren sind. Sehr lesenswert!
Außerdem hat Raul Krauthausen heute ein Live-Interview für ze.tt gegeben, das noch einmal klargestellt hat, dass bei einer Würdigung von Schauspieler*innen ihre Leistung im Vordergrund stehen sollte und eben nicht ihre Körpergröße (selbstverständlich kann sie mit erwähnt werden, ist aber eben nicht die einzige Eigenschaft, die einen Menschen ausmacht).


Und was macht die Süddeutsche Zeitung? Nichts. Was macht Martin Zips? Auf die zahlreichen E-Mails von Menschen antworten, die sich beschwert haben. Und zwar immer mit der gleichen Mail! Wie einfühlsam und einsichtig! Just wow. In der Zwischenzeit versucht der Social Media Chef der SZ auf Twitter zu beschwichtigen. Ein kläglicher Versuch. Denn auch er erklärt nur, dass der Artikel die Vielfalt feiern wolle. Vielfalt? Indem er ausschließlich kleinwüchsige Menschen in diskriminierender Sprache porträtiert? Es sei nicht deren Absicht gewesen, kleinwüchsige Menschen zu diskreditieren. Tja, das wäre noch schöner gewesen, wenn diese Scheiße mit Absicht passiert wäre. Aber auch ohne Absicht bleibt das eine Diskriminierung. That's just it.

Zips schreibt in seiner einzigartigen Antwortmail, dass wir doch alle über uns selber lachen sollten und er sich angeblich über alle möglichen Menschen lustig mache. Während ich die Stellen noch suche, an denen er sich über sich selbst und diese ganzen anderen lustig macht, sei ihm gesagt: "Blondinen, Männer im Stimmbruch, Machos und sterbliche Idioten" (auch hier bleibt er ableistisch) werden auf der Straße nicht so angeglotzt, beleidigt und belacht wie ich und all die anderen kleinwüchsigen Menschen. Keine*r aus diesen Gruppen, die er sich dort lächerlich aus den Fingern zieht, haben dieselbe Diskriminierungserfahrung wie kleinwüchsige Menschen. Und ich finde es fast lachhaft, dass ich das hier überhaupt erklären muss. Plus: Eine Grenzüberschreitung in alle Richtungen ist immer noch eine Grenzüberschreitung und damit unangemessen.

Ich bin Poetry Slammerin und Kabarettistin. Ich arbeite mit Humor. Ich würde mich durchaus als Humorexpertin bezeichnen. Leider hab ich während der Lektüre des Artikels nicht einmal gelacht. Irgendwo las ich mal: "Satire darf grundsätzlich alles. Sie ist nur schlecht, wenn sie nach unten tritt." Hier wurde sogar wortwörtlich nach unten getreten (haha), aber leider ist es dabei nicht einmal Satire. Es soll eine Würdigung sein. Eine Würdigung. Ruhig mal auf der Zunge zergehen lassen. 
Auch Zips tut es leid, wenn sich jemand verletzt gefühlt hat. Seine Reaktion ist überheblich und abschottend.
Bis jetzt hat es weder Zips noch jemand anders von der Süddeutschen Zeitung geschafft, sich für den Text an sich zu entschuldigen. Für die diskriminierenden Begriffe. Die Vorurteile und Klischees. Das ist so jetzt. Man entschuldigt sich nicht mehr für eigene Fehltritte, sondern nur dafür, dass diese vielleicht jene erreichen, die man mit diesem Tritt trifft. 

Inzwischen nervt mich die Reaktion der Süddeutschen Zeitung und die von Zips fast mehr als alles andere. Wie kann man 2016 mit einem wahrscheinlich relativ großen und gut ausgebildeten Social Media Team so lange bei Kritik schweigen? Wieso schafft man es nicht, zumindest bei dem aufkeimenden Shitstorm kurz dazwischen zu gehen und zu schreiben: "Wir lesen euch, wir hören euch, wir gucken uns das an und werden dann reagieren"? Wieso wird hier nur gemauert und verteidigt, anstatt einfach mal zu sagen "ok, war echt nicht schön, nehmen wir raus, sorry"? Man könnte das Team von leidmedien.de zu einem Workshop einladen. Man könnte einige von uns auf einen Kaffee einladen, ein Gesprächsangebot machen, lernen, gemeinsam austauschen und zuhören.

Und vor allem, vor allem könnte man all das machen, wenn man wie Zips folgendes in seinem Profil stehen hat: 

Ha. Ha. Ha.

Ich bin ja recht schnell im Aufregen. Aktivistische Arbeit macht empfindlich und manchmal blind und manchmal schnell wütend. Aber in diesem Fall ist meine Wut absolut gerechtfertigt. So viele Menschen regen sich auf und posten Statements und Fotos. Und so viele weitere supporten uns in den sozialen Netzwerken und ich bin sehr froh drum.

Für mich ist diese Geschichte noch nicht erledigt. Ich wünsche mir eine ehrliche Entschuldigung, ein Gesprächsangebot, irgendwas, das mir sagt, dass die Kritik, die genau von den Menschen kommt, über die in dem Artikel berichtet werden sollte, ernstgenommen wird, gehört wird. Ich bin so müde, die letzten 32 Jahre ständig erklären zu müssen, warum ich kein Zwerg bin, warum Liliputaner kein cooles Wort ist, warum es nicht angenehm und lustig ist, wenn du deinen Arm ungefragt auf meinen Kopf legst oder warum Anstarren und Lachen nicht die netteste Reaktion ist, wenn man ich trifft. Artikel wie dieser werfen uns in unserer Arbeit so weit zurück. Sie sind entkräftend und beleidigend. Sie machen wütend und traurig. Und vor allem sind sie unnötig.

Eine Userin auf meiner Facebook-Seite hat ein aussagekräftiges Zitat von Meszaros gefunden:

"Ich will wie eine erwachsene Person, nicht wie ein Tier oder ein Haustier behandelt werden. Ich bin ein Mensch." 

Tja, das ist dem Kollegen von der Süddeutschen in seinem Versuch einer Würdigung leider nicht gelungen.

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Und zum Abschluss, als Tipp auch für Martin Zips, mein Text "... und ganz, ganz viele Doofe!":


2016-06-11

LIEBLINGSFESTIVAL FÄHRMANNSFEST – BUNT UND INKLUSIV

Foto: Fährmannsfest
Am ersten August-Wochenende findet in Hannover-Linden traditionell das Fährmannsfest statt. Ein Festival unter dem Motto "Bunt statt Braun", das jedes Jahr richtig schön ist. Auf zwei Bühnen (Musik und Kultur) gibt's jedes Jahr ein abwechslungsreiches Programm. Dabei ist die Kulturbühne sogar kostenlos. Sonntags ist der Eintritt komplett frei. Ich verbringe an den drei Tagen quasi meine gesamte Lebenszeit auf dem Festivalgelände. Das Fährmannsfest war mit mein erster Kontakt mit Hannover und ist immer noch eines der Jahreshighlights. Vor allem in diesem Jahr – die Antilopen Gang kommt nämlich vorbei!

Was bei Festivals nicht selbstverständlich ist: Zugang für alle. Das Fährmannsfest legt schon immer viel Wert darauf, dass Menschen mit und ohne Behinderung gleichberechtigt am Festival teilnehmen können. Deshalb gibt es seit 2010 das Projekt "Inklusives Fährmannsfest". Was ich besonders wichtig finde: Nicht nur die Zugänge sind da, sondern alle sind überall eingebunden. Es gibt inklusive Bands, die auf den Bühnen spielen, Cateringsstände von der Lebenshilfe Hannover und Kaffee von "Normal in Linden".

Foto: Isabelle Hannemann
Beim Lotsenprojekt erhalten Menschen mit Behinderung eine kostenlose Begleitung während des Festivals, so dass jede_r ungezwungen und individuell mitfeiern kann. Lotsen sind die Schüler_innen der Pflegeschule der Medizinischen Hochschule Hannover, die Ende des zweiten Ausbildungsjahres sind. Organisiert wird das Projekt von Menschen mit Behinderung, die den Lotsen auch beratend zur Seite stehen. Gerade das finde ich super, weil Projekte dieser Art leider immer noch zu oft ohne die Beratung durch genau die Menschen stattfindet, denen sie helfen sollen. Das ist hier anders.

Falls ihr noch Fragen zum Lotsenprojekt habt, könnt ihr euch jederzeit an die Lehrerin der Pflegeschüler wenden. Sie heißt Rikje Stanze, ist eine super gute Freundin von mir und hier erreichbar.

Die Lotsen freuen sich auf eure Anmeldungen – hier oder direkt per Mail.

Und das Fährmannsfest lohnt sich dieses Jahr nicht nur wegen der Antilopen Gang. Meine Highlights: Poetry Slam (natürlich!), Das Lumpenpack, Schnipo Schranke, Käptn Blauschimmel und die Süßwassermatrosen!

Die Fakten:

Fährmannsfest Hannover
5. - 7. August
Tickets gibt's hier.

2016-06-05

IM HINTERGRUND BRENNEN HÄUSER

Fremdenfeindlichkeit.

Als wäre Boateng ein anderer Fremder als andere Nachbarn.
Als wäre mein Nachbar sonst immer ein Bekannter, ein Unfremder.
Als ginge es in dieser Aussage um das Fremdsein.
Als ginge es in dieser Aussage nicht eher um die Hautfarbe.
Und darum, dass die Hautfarbe Boatengs die andere ist. Die Unbekanntere.
Die vermeintlich Angsteinflößende.
Als wäre es nicht Fremdfeindlichkeit. Sondern Rassismus.
Als würde der Konjunktiv alles immer ein bisschen weniger schwermachen, immer ein bisschen mehr mit einem vielleicht versehen.

Es ist Rassismus.

Denn das, was Gauland da gesagt oder nicht nicht gesagt hat, ist rassistisch. Ob er sich mit Fußball auskennt oder nicht. Und es ist aber noch eines: Es ist die bittere Wahrheit.

Es gibt sie. Die Leute da draußen, die nicht neben dem vermeintlich Fremden wohnen wollen.
Und was ist denn fremd?
Boateng ist Deutscher.
Er hat einen deutschen Pass.
Er spielt für die deutsche Nationalmannschaft.
Er ist ein guter Deutscher.
Einer, der sich aufreibt.
Der arbeitet.
Der dafür aber wirklich gut Deutsch sprechen kann.
Der sich vorbildlich integriert hat. Obwohl er das doch gar nicht musste. Er ist in Berlin geboren. Er sieht halt nur nicht aus wie du. Was ihn für dumpfe Menschen mit Brei im Kopf zum Fremden macht. Zu dem, der nicht so aussieht wie ich. Zu dem, der zwar hier sein darf. Aber nicht hierhergehört.

2015 gab es 30 Prozent mehr rechtsextreme Straftaten als im Jahr davor.
13.846.
13.846.
Das sind 38 rechtsextreme Straftaten pro Tag.
Und das sind nur die, die als rechtsextrem eingestuft werden.
Dazu gehören nicht die Straftaten, bei denen ein politischer Hintergrund nicht vermutet wird. Bei denen die Polizei daneben steht, die Nazitattoos auf dem Nacken des Verdächtigen zählt und trotzdem vermutet, dass es halt ein dummer, betrunkener Jungenstreich war.
Und im Hintergrund brennen Häuser.

Ängste nähren Wut.
Parolen nähren Ängste.
Extremisten nähren Parolen.

Und im Hintergrund brennen Häuser.

Gauland ist vieles nicht. Aber er ist schlau. Es sind nicht mehr die spiegelglatten Glatzen in ihren Springerstiefeln, die die Gesellschaft in Europa immer mehr an den rechten Rand rücken. Es sind viel mehr.

Es sind die, die formulieren können. Die wissen, wie sie Ängsten noch mehr Futter geben. Die wissen, dass jetzt ihre Chance gekommen ist. Die Rückhalt haben – in ihrer Partei, in ihrer Gruppe, in ihrem Viertel, bei ihren Freunden.

Es sind die, die durch Verständnis Wut erzeugen können. Die Zweifelnden zuhören, anstatt sie zu übergehen. Die immer noch mehr abgrenzen, als Zäune niederzureißen.

Es sind die, die Vorurteile instrumentalisieren können. Die Religionen instrumentalisieren können. Die so schön und immer wieder, alles über einen Kamm scheren, so sehr, dass das Meinungshaar danach ganz fettig sein muss.

Es scheint so einfach, sich durch intellektuelles Geschwurbel von „denen“ abzugrenzen. Rechte Aufmärsche, Pegida-Befürworter, Höcke und Gauland und all die anderen als „Pack“ zu bezeichnen. Aber so lange die SPD die Bedeutung des S in ihrem Namen noch verzweifelt im Dreck des Machtgehabes wiederfinden muss. Und solange die Grünen mit scheinbar zugeklebtem Mund verzweifelt Maiskolben auf den Grill legen, um sich nicht die Hände an Menschenfleisch zu verbrennen. Und solange die Linke sich mit zuckergeschocktem Gesicht überhaupt erst einmal neu erfinden muss. Solange marschiert genau dieses Pack selig-lächelnd an ihnen vorbei und macht eine immer länger werdende Polonaise durch Deutschland, durch Europa.

Und im Hintergrund brennen Häuser.

Ich bin in den letzten Monaten so müde geworden. Denn im Hintergrund brennen Häuser. Und alles, was ich gerade versuche, ist ein Löschversuch mit einer Spritzpistole.

Ich weiß wirklich nicht mehr weiter.