2015-03-04

WEEKLY LAGRANDE

Das passiert, wenn man sich das ganze Wochenende auf Slams rumtreibt. Man vergisst das Bloggen total! Und schwupps ist Sonntag rum und Montag und Dienstag auch und man hat noch gar keine Wochenzusammenfassung gepostet. 

Neben den schönen Auftritten in Kassel und Bad Arolsen hatte ich aber auch noch andere Dinge zu tun. Zum Beispiel mit dem Fernsehen: Ich habe mit dem NDR über meine Liebe zu Brutalismus-Gebäuden gesprochen und begründet, warum ich nicht möchte, dass das Ihme-Zentrum in Hannover zurückgelassen wird.

Für leidmedien.de habe ich über Eddie Redmayne und die Oscarverleihung geschrieben und erzählt, weshalb ich der Meinung bin, dass eine reine Forderung nach der Verkörperung von Rollen mit Behinderung durch Schauspieler_innen mit Behinderung zu kurz gefasst ist.

Und so sah ich letzte Woche aus:

2015-02-23

WEEKLY LAGRANDE

Der Wochenüberblick mit einem Tag Verspätung – ich habe nämlich das Wochenende mit dem Mann in Hamburg verbracht und mir dort die super gute Band The Dø angeschaut!
Was ist ansonsten in der letzten Woche passiert? Hannover ist bald im Quizfieber und ich habe euch angeraten, ein Team zusammen zu stellen und euch anzumelden. 

Am Dienstag sind die Nachtbarden wieder aufgetreten und ich trug eine Geschichte vor, die mir wenige Tage vorher in den Kopf flog, als ich tatsächlich auf einem Spielplatz saß, um Zeit zu vertrödeln. Beim zweiten Text handelte es sich dann um eines der wenigen Gedichte, die ich schreibe und das einen immer wieder daran erinnern soll, sich mal Zeit zu nehmen.

Außerdem hab ich aus aktuellem Anlass und Interesse nach Bildrechten im Netz gesucht und für euch die besten Links zusammengestellt.

Heute hab ich mal wieder vor einer Kamera herumgezappelt – nämlich für den NDR. Hintergrund: Am Mittwoch soll das von mir geliebte Ihme-Zentrum mal wieder versteigert werden. Wer sich das Ergebnis des Beitrags ansehen will, sollte Dienstag Abend, 19:30 Uhr, den Fernseher anschalten (gibt's später auch in der Mediathek).

Ansonsten: Die Oscars sind passiert. U.a. hat Eddie Redmayne den Oscar als bester Hauptdarsteller für seine Performance in "Die Entdeckung der Unendlichkeit" bekommen. Das ist schön für ihn. Und warum ich das ok finde, und die allgemeine Forderung nach "nur Menschen mit Behinderungen sollen auch Menschen mit Behinderungen spielen" meiner Meinung nach überhaupt nicht das Problem an sich ist, dazu kommt bald noch ein eigener Artikel. Alle anderen Probleme der Oscars fasst dieses Video gut zusammen (und dieser Artikel bei maedchenmannschaft.net):




Und so sah ich diese Woche aus:


2015-02-20

WOCHENENDE.

Kurz aufwachen, den Tag registrieren.
Wissen, dass heute nichts zu tun ist.
Schön.

Die Sonne kämpft sich zwischen die Ritzen des Rollos.
Alles sieht aus wie ein riesiges Streifenhörnchen.
Draußen klingelt ein Fahrrad seinen Weg frei.
Neben mir vertrautes Atmen.

Irgendwann das Geräusch des Duschkopfes.
Kurz darauf eine Wohnungstür, die ins Schloss fällt.
Seit kurzem hat der Bäcker auch sonntags geöffnet.

Wage mich aus der wohligen Decke und tappe ins Bad.
Kaffeehausmusik.
Heute mal Vollprogramm. Sogar mit Haarkur.
Im Becken sammeln sich kleine, schwarze Achselstoppelhärchen.

Kaffee oder Tee.
Marmelade oder Käse.
Fernsehen oder Lesen.
Reden, vielleicht?

Ausruhen.
Und dann doch nochmal raus.
Weil’s Wetter so schön ist.

Überall laufen glückliche Menschen herum und zeigen das auch.
Ein Hund verliebt sich in einen Baum.
Vermutlich wird es nie wieder regnen.

Ein Eis macht den Magen kälter als er eh schon ist.
Ist nicht so warm wie’s aussieht.
Hier, ich hab noch Handschuhe.

Zurück nur die Beine hochlegen.
Vielleicht was bestellen?
Dann aber jetzt.

Im Fernsehen seichte Dialoge.
Ich hab das Buch jetzt durch.
Und?

Nächste Woche vielleicht mal dies und jenes tun.
Die Pflanze braucht auch mal wieder.
Aber nicht mehr heute.

Im Bett noch die Wärme vom Morgen.
Ach, das war nett.
Jetzt aber.

2015-02-19

NÜTZLICHE LINKS RUND UMS THEMA "BILDRECHTE"

Ab und an erzähle ich Schüler_innen, Student_innen oder anderen Menschen etwas über meinen Blog. Es gibt immer unterschiedliche Gründe, warum ich gefragt werde, das zu machen. Manchmal, weil Menschen wissen wollen, wie Poetry Slam und Bloggen zusammengeht. Manchmal, weil sie wissen wollen, ob man mit einem Blog Geld verdienen kann. Und manchmal, weil sie sich nur mal anschauen wollen, wie so ein Mensch, der 24 Stunden am Tag in diesem Internet ist, eigentlich aussieht. Egal, welche Motivation hinter dem Vortrag steckt, eine Sache betone ich in jedem Vortrag: Checkt die Rechte an den Bildern, die ihr nutzt.

Dummheit schützt auch hier leider vor Strafe nicht. Das musste ich ebenso lernen. Bei mir steckte einfach Schusseligkeit und "schnell-schnell" dahinter und ich vergaß die Quellenangabe bei einem Foto, auf dem ich zwar abgebildet bin, was aber natürlich nicht die Rechte des Fotografen untergräbt. Der Fotograf hat sich bei mir gemeldet, ich habe mich entschuldigt, alles ergänzt und bin sehr dankbar, dass er sich erstmal bei mir gemeldet hat und nicht eine Rechnung für die Nutzung losgeschickt oder eine_n Anwält_in damit beauftragt hat.

Aktuellstes Beispiel ist der Fall zwischen Moderator Jan Böhmermann und Fotograf Martin Lange. Hier die Geschichte aus der Sicht von Böhmermann und auf der anderen Seite die Zusammenfassung von Martin Langer. Felix Schwenzel hat das Ganze nochmal schön zusammengefasst.

Und da ich sowohl beim Surfen als auch in den Vorträgen die Erfahrung gemacht habe, dass viele zu Recht immer noch unsicher sind, wie sie mit welchen Bildern umgehen dürfen, hier mal zwei super gute Links zum Thema – einmal zum Spezialthema Bilder und einmal zum Urheberrecht allgemein: 
Manchmal höre ich dann das Argument: "Ja, aber wenn der_die das ins Netz gestellt hat, dann haben die doch bestimmt nichts dagegen, wenn ich das weiterverbreite?!" Well, nein – so einfach ist das leider nicht. Beispiel: Ich möchte ja auch nicht, dass sich jemand eine meiner Geschichten ausdruckt oder aus meinem Buch herausnimmt, damit auf einen Slam fährt und diese vorliest. Vor allem nicht, wenn der- oder diejenige nicht einmal dazu sagt, dass der Text von mir ist. Denn: Das ist mein geistiges Eigentum und genau so verhält es sich bei Fotos natürlich auch.

Von Thomas Schwenke gibt es übrigens auch ein gutes FAQ zum Thema "Abmahnungen und Bildrechte". Entstanden schon Anfang 2013, als durch eine bestimmte Kanzlei mehrere große Blogs abgemahnt wurde. Die Krux damals: Die Kanzlei behauptete einfach, die Nutzungsrechte an den entsprechenden Bildern zu haben, dabei wusste nicht einmal der Fotograf davon. Wichtig: Nutzungsrechte sind etwas anderes als Urheberrechte. Ein_e Fotograf_in hat immer das Urheberrecht, kann das Nutzungsrecht an den Bildern aber an jemand anders abtreten. Alle Player versuchen also etwas vom Kuchen abzubekommen und wer noch nie abgemahnt wurde, lässt sich durch ein professionell klingendes Schreiben natürlich schnell verunsichern. Daher gilt: Am besten ruhig bleiben und erstmal Rat beim Anwalt suchen!

Viele gute Fotos unter der sogenannten Creative-Commons-Lizenz gibt es übrigens u.a. bei flickr. Hier finde ich Fotos, die ich unter bestimmten Bedingungen und Umständen auch auf eigenen Seiten verwenden darf (trotzdem muss ich auch hier immer angeben, woher das Foto stammt). Wer sich für die verschiedenen Lizenzformen interessiert, der_dem sei die Broschüre "Freies Wissen dank Creative-Commons-Lizenzen" von Paul Klimpel ans Herz gelegt, kostenlos downloadbar auf irights.info.